Mit dem Punktgewinn gegen das Spitzenteam aus Hoffenheim hat der 1. FC Köln am Samstag sportlich einen kleinen Erfolg gefeiert. Wegen eines medizinischen Notfalls herrschte im Kölner Stadion dennoch gedämpfte Stimmung. Trainer Lukas Kwasniok sorgte mit seiner Einordnung der Situation für Irritationen.
Die Spieler des 1. FC Köln bewiesen am Samstag gegen Hoffenheim großes Herz. In einer intensiven Partie trotzte man Hoffenheim durch einen leidenschaftlichen Auftritt durchaus verdient ein 2:2 ab.
Auf den Rängen war es nach einem Notfall derweil weitgehend still. Dem Vernehmen nach war ein 90-jähriger Effzeh-Fan im Stadion zusammengebrochen und musste reanimiert werden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist der Zuschauer inzwischen in einer Klinik verstorben.
Köln-Trainer Lukas Kwasniok zeigte nach der Partie nicht unbedingt Feingefühl, als er auf das Thema angesprochen wurde. Zwar äußerte der Coach sein Mitgefühl für den Vorfall.
Den fehlenden Support der Fans nach dem Notfall bedauerte er aber. "Auf der anderen Seite hast du natürlich als Mannschaft keinen Heimvorteil mehr. Deswegen bist du immer so in einem gewissen Zwiespalt", sagte er auf der Pressekonferenz.
Beim 1. FC Köln auch andere Stimmen
"In Summe ist es so, dass wir das leider im Laufe der Saison schon zum wiederholten Male erfahren mussten, dass teilweise Fans bei Auswärtsspielen nicht dabei waren, dass die Unterstützung bei Heimspielen nicht dagewesen ist, so wie wir uns das natürlich erhoffen", beklagte Kwasniok.
Um dem Thema gerecht zu werden, brauche es eigentlich eine "Grundsatzrede", die den Rahmen sprengen würde, fuhr er fort.
FC-Spieler Tom Krauß hatte sich nach dem Spiel deutlich deutlicher geäußert. "Es war ein komisches Spiel. Die Stimmung war zurecht nicht da", konstatierte er.
"Man sieht, wie schnell das Leben in einem kritischen Zustand sein kann. Normal ist das hier ein Hexenkessel. Da fragt man sich dann schon nach 20 bis 25 Minuten, was ist hier los? Ich habe mich dann beim Co-Trainer erkundigt, was passiert ist. Den Punkt haben wir für den Fan geholt!", ordnete der Mittelfeldmann den Vorfall ein.































