Franziska Preuß freut sich auf ihr neues Leben nach der Biathlon-Karriere.
"Es ist jetzt einfach egal, wenn man mal ein bisschen angeschlagen ist. Es ist wurscht, ob es dann eine Woche oder zehn Tage dauert, bis man wieder fit ist", zitiert der "SID" Deutschlands Sportlerin des Jahres nach ihrem letzten Biathlon-Rennen: "Man kann sich mit der Familie wieder treffen, ohne Angst haben zu müssen, dass man sich was einfängt."
Preuß hatte sich am Samstagnachmittag bei Olympia in Antholz emotional verabschiedet. Zum Abschluss gab es einen 28. Platz im Massenstart. Nun schlägt Preuß ein neues Kapitel in ihrem Leben auf.
Preuß wird Biathlon-Familie vermissen
Freunde und Familie würden sich darauf freuen, "dass man Weihnachten endlich wieder drin feiern kann und nicht mehr draußen", verriet die 31-Jährige. Sie habe die Entbehrungen "immer gern" ertragen, so Preuß, "wenn man dafür im Winter gut ist". Doch es sei "schon gut, dass es jetzt anders wird".
Gleichzeitig wird Preuß den Biathlon vermissen. "Das Team, die Freundschaften über die Jahre - das ist schon etwas ganz Besonderes", erinnerte sie: "Das Gefühl, wenn man eine schwierige Situation gemeistert hat. Und auch der Moment, wenn man über die Ziellinie fährt."
"Biathlon verdient mehr"
Preuß offenbarte, "dass diese komplette Überzeugung nicht mehr so da ist. Mit den Spielen habe ich es doch geschafft, mich zu motivieren. Aber Biathlon verdient mehr, du musst diese Passion einfach fühlen. Wenn das nicht mehr so ist, muss man es akzeptieren und für sich konsequent entscheiden. Es fühlt sich genau so richtig an."
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Preuß feierte im Biathlon zahlreiche Erfolge. Im vergangenen Frühjahr krönte sich die Bayerin zur Gesamtweltcupsiegerin. Zudem zieren unter anderem zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften sowie zwei olympische Bronzemedaillen ihre Vita.
Der Biathlon-Weltcup geht am 5. März im finnischen Kontiolahti weiter - dann ohne Preuß.



