Die Formel-1-Testfahrten mit all ihren Bluffs sind Geschichte, schon in rund zwei Wochen müssen die Teams in Melbourne die Hosen runterlassen und zeigen, wie schnell sie wirklich sind. Ein Insider hat vorab verraten: Die Zeiten-Tabelle aus Bahrain täuscht über das wahre Kräfteverhältnis hinweg.
Am letzten Tag der Formel-1-Testfahrten in Bahrain hat Charles Leclerc in seinem Ferrari den mit Abstand besten Eindruck hinterlassen. Aber hat die Scuderia in dieser Phase der Saison wirklich das beste Material? Nein, sagt "Sky Sports"-Insider Craig Slater, der über Umwege Einblick in GPS-Daten bekommen konnte und das wahre Kräfteverhältnis anhand dessen anders beurteilt.
Zwar könne er nur seine persönliche Reihenfolge nennen, erklärte Slater vorab, "aber ich würde sagen, dass diese auf Gesprächen mit Team-Mitarbeitern beruht, die direkten Zugriff auf die GPS-Daten haben und die aus Erfahrung wissen, wie sich die Dinge im Laufe einer Saison ändern".
Formel-1-Teams einig: Mercedes hat die Nase vorn
Weiterhin erklärte der Insider, dass derzeit viel dafür spricht, dass das Kräfteverhältnis in dieser Saison mehr denn je strecken-spezifisch sein wird. "Das im Hinterkopf, ist es die einhellige Meinung, dass Mercedes aktuell leicht vor dem Rest liegt. Wir haben das Beste von ihrer Power Unit noch nicht gesehen."
Auf Platz zwei und drei sieht der erfahrene Reporter McLaren und erst dann Ferrari. "Ich sehe McLaren aufgrund des Mercedes-Motors leicht vorne. Und auch, weil mir einige der Ingenieure erzählt haben, dass sie sich über den kleinen Turbo im Ferrari-Motor sorgen. Der ist gut für Starts, aber kann das ein Nachteil auf Strecken sein, auf denen es auf reine Power ankommt?", stellte Slater eine entscheidende Frage in den Raum.
Red Bull Racing sehe er im Moment auf dem vierten Platz. "Und das ist ein enormer Erfolg für ein Team, das seine eigene Power Unit baut."
Aston Martin abgehängt, aber ...
Hinter den vier Top-Teams klafft dem Reporter zufolge eine große Lücke. Die Nase im Mittelfeld vorn hat seiner Meinung nach derzeit Alpine, dicht gefolgt von Haas.
Und am Ende der Nahrungskette? Dort rangiert auch Slaters Einschätzung zufolge Aston Martin, das in den Testtagen eine reine Pannenshow ablieferte. "Sie haben signifikante Probleme mit ihrer Power Unit. Obwohl sie Adrian Newey und viel Geld ausgegeben haben, starten sie von hinten. Allerdings werden sie sich sicher während der Saison verbessern", prognostizierte der "Sky Sports"-Insider.


