Ein schwerer Sturz im Eiskanal hat den Viererbob-Wettkampf bei den Olympischen Spielen überschattet. Das österreichische Team um den Piloten Jakob Mandlbauer kippte in einer Kurve um und schlitterte den Eiskanal entlang.
Bange Momente bei den Olympischen Spielen 2026 in Cortina: Das österreichische Viererbob-Team von Jakob Mandlbauer mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi kippte im zweiten Lauf bei der Ausfahrt von Kurve neun auf die linke Seite und rutschte so fast die halbe Bahn hinab. Die Teammitglieder zogen schnell ihre Köpfe ein. Kurz vor der Zieldurchfahrt kam das Gefährt zum Stehen, rutschte dann wieder bis zu einer Kurve zurück.
Drei Teammitglieder konnten den Bob eigenständig verlassen. Pilot Mandlbauer wurde schnell von Sanitätern und einem Teamarzt behandelt. Auch seine drei Bob-Kollegen wurden am Rande der Strecke medizinisch versorgt. Das Rennen war für fast 20 Minuten unterbrochen. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Olympia 2026: Mandlbauer ins Krankenhaus gebracht
Laut "ORF"-Angaben wurde Mandlbauer ins Krankenhaus gebracht, um dort durchgecheckt zu werden. Es gebe demnach aber eine erste Entwarnung. Der Bob-Pilot sei ansprechbar und bei Bewusstsein, habe aber Nackenschmerzen.
Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien.
Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf ohne Aussichten auf Medaillen auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen.
Nach den ersten beiden Durchgängen lag der deutsche Weltcup-Gesamtsieger Johannes Lochner mit seiner Crew Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer an der Spitze der Wertung. Lochner und Co. legten Start- und Bahnrekord hin. Das Team fuhr 0,43 Sekunden Vorsprung auf Francesco Friedrich heraus.




