Im Olympia-Halbfinale fielen im Schlussdrittel mehrere knappe Entscheidungen zugunsten der Kanadier – sehr zum Unmut von Teemu Selänne. Die finnische Legende und ehemaliger Torjäger der Anaheim Ducks sah sein Team benachteiligt und war nach der Schlusssirene kaum zu beruhigen.
"Das größte Eishockeyland der Welt zu schlagen und am selben Abend kanadische Schiedsrichter zu haben, ist wohl unmöglich. Absolut peinliche Strafe 90 Sekunden vor Schluss im olympischen Halbfinale. Was für ein Witz", wütete Selänne auf X.
Bei noch 2:35 Minuten auf der Uhr hat Finnland eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Verteidiger Niko Mikkola wegen hohen Stocks gegen Nathan MacKinnon erhalten. Noch im Überzahlspiel erzielte dann ausgerechnet der Colorado-Avalanche-Stürmer den kanadischen Siegtreffer.
Im Vorfeld des goldenen Tores hatten die Finnen außerdem eine Coach's Challenge wegen einer möglichen Abseitsstellung von Macklin Celebrini eingesetzt. Jedoch blieb der Treffer stehen - eine Millimeterentscheidung des Schiedsrichterteams mit dem besseren Ende für die Nordamerikaner.
Auch wenige Minuten zuvor, beim 2:2 durch Verteidiger Shea Theodore (51.), hatten die finnischen Spieler auf eine potenzielle Behinderung ihres Goalies Juuse Saros durch Brad Marchand reklamiert.
Tatsächlich stammen die beiden Schiedsrichter der Partie aus Kanada. Dan O'Rourke kommt aus Calgary, Eric Furlatt wurde in Trois-Rivieres geboren. Zumindest die Linesmen Albert Ankerstjerne (Dänemark) und Ryan Daisy (USA), die auch für die Abseits-Entscheidung verantwortlich waren, stammen nicht aus Kanada.




































