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Mi, 04.02. - So, 22.02.

Nach Bronze in Peking

GOLD! Maier rast zum Olympiasieg

Video: Der Sensations-Skicross-Ritt zum sechsten Gold
20. Februar 2026, 13:18

Daniela Maier konnte kaum glauben, was ihr da gelungen war. Als sie nach dem Wettkampf ihres Lebens die Goldmedaille um den Hals gehängt bekommen hatte, nahm sie die edelste aller Plaketten in die rechte Hand und blickte etwas ungläubig darauf. Beim Abspielen der Nationalhymne flossen ihr dann die Tränen über die Wangen, vergessen war in diesem Moment alles, was sie bislang hatte aushalten müssen: schwere Verletzungen, das schier ewige Tauziehen um die bronzene Medaille von Peking 2022. "Das war traumhaft schön", bekannte Maier nach der Zeremonie.

Olympiasiegerin!? "Hört sich surreal an", sagte die WM-Dritte hinterher im ZDF, "ich habe es eigentlich erst auf dem Podium realisiert, als ich die Medaille um den Hals hatte."

Und ja, ergänzte die Schwarzwälderin, es sei "absolut verrückt" nach dem, was sie schon alles durchgemacht habe: Stürze, Wettkampfpausen, dazu der immense mentale Stress durch das beinahe zehnmonatige Gezerre um Olympia-Bronze 2022, welche Maier erst erhalten hatte, dann aberkannt bekam und schließlich zurückerhielt - "ich bin froh, dass ich durchgehalten habe, dass ich immer wieder aufgestanden bin", sagte die 29-Jährige.

"Endlich Gold"

Schon als sie im Finale gegen die bestmögliche Konkurrenz jubelnd über die Ziellinie gerast war, ließ Maier ihren aufgestauten Emotionen freien Lauf. Sie schrie ihre Freude heraus, wurde schier erdrückt von Betreuern und Teamkollegen - und schnappte sich eine Deutschland-Fahne. Dem rührigen Skicross-Sportdirektor Heli Herdt fielen "Tonnen" von den Schultern, wie er bekannte. "Endlich Gold", ergänzte er erleichtert und ergriffen zugleich. Skicross ist seit 2010 olympisch.

"Die Dani war schon beim Frühstück gut drauf", berichtete Herdt. Und was nach 6.00 Uhr alles passierte, war bemerkenswert. Maier fuhr schon im Platzierungslauf die Bestzeit - hatte damit durchweg den Vorteil des besten Start-Gates: "Das war der Grundstein", betonte Herdt. In der K.o.-Runde bis zum Finale war Maier nicht aufzuhalten: Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale - immer fuhr sie souverän und unbedrängt als Erste über die Ziellinie.

Im Finale war es nicht anders: Maier war Schnellste am Start, sonst eher nicht ihre Stärke, hielt sich auf der Startgeraden die Konkurrenz vom Leibe und ließ sich nicht mehr aufhalten. Es war ein imposanter Start-Ziel-Sieg vor zwei weiteren Gold-Anwärterinnen: Silber gewann Weltmeisterin Fanny Smith aus der Schweiz, gemeinsam mit Maier Dritte bei Olympia 2022. Der schier unbezwingbaren Dominatorin Sandra Näslund aus Schweden, Siegerin in Peking, blieb Bronze.

Danach hatte Maier nur noch einen Wunsch: "Genießen." Und ja, "ich hoffe, es gibt einige Liter Aperol."

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