Frankreichs Biathlon-Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet bekommt bei den Olympischen Spielen 2026 doch noch die Chance, ihren Titel aus Peking zu verteidigen. Wie der nationale Verband am Freitag verkündete, hat die 29-Jährige das Rennen um das letzte Massenstart-Ticket gewonnen.
Bis zuletzt wurde spekuliert, dass Justine Braisaz-Bouchet nach ihrer Ausbootung aus der Mixed- und Frauen-Staffel auch ihren Startplatz im Massenstart verlieren würde. Der französische Verband sprach der 29-Jährigen letztlich aber doch das Vertrauen aus und nominierte sie für das letzte Biathlonrennen der Olympischen Spiele 2026.
Neben Braisaz-Bouchet werden am Samstag ab 14:15 Uhr auch Lou Jeanmonnot, Julia Simon und Océane Michelon um eine weitere Medaille für Frankreich kämpfen. Vor allem Jeanmonnot und Simon gelten als ganz heiße Anwärterinnen auf Gold.
Staffel-Olympiasiegerin aus Biathlon-Aufgebot gestrichen
Wie sich Braisaz-Bouchet präsentieren wird, bleibt dagegen abzuwarten. Die Massenstart-Olympiasiegerin von Peking ging in Antholz im Einzel und im Sprint an den Start, holte dort aber nur die Plätze 80 und 62. Schon aus der siegreichen Mixed-Staffel war sie zuvor aussortiert und für Julia Simon geopfert worden. Ihren Platz in der Frauen-Staffel verlor sie ebenfalls.
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Leidtragende im französischen Team ist Camille Bened. Die 25-Jährige hatte den Staffel-Platz von Braisaz-Bouchet bekommen und war mit dem Team zu Gold gelaufen. Allerdings zeigte Bened als Startläuferin einen durchwachsenen Auftritt. Nach einer Strafrunde übergab sie beim ersten Wechsel mit einer Minute Rückstand auf die Spitze.
"Die Frage ist nicht, wer den Platz verdient, denn alle haben es verdient, an der Startlinie zu stehen. Leider haben wir nur vier Startplätze. So hart es war, Justine aus der Staffel auszusortieren, so schwer war es jetzt, Camille zur Reservistin zu machen", gab Chefcoach Cyril Burdet gegenüber "RMC" Einblick in den Nominierungsprozess.
Bei Braisaz-Bouchet setzen und er und sein Team unter anderem darauf, dass sie ausgeruhter ist als die Konkurrenz: "Sie ist weniger als andere in dieser Woche gelaufen. Wir hoffen, dass das den Unterschied macht."
Für Braisaz-Bouchet wird das Rennen am Samstag aller Voraussicht nach das letzte ihrer Olympia-Karriere. Die 29-Jährige hat in der Vergangenheit immer wieder angekündigt, ihre Laufbahn nicht bis zum Äußersten ausreizen zu wollen. Ob sie ihre Pläne wie Dorothea Wierer für die Heim-Olympiade 2030 noch einmal ändert, bleibt abzuwarten.






