Nach zähen Verhandlungen gab es dann doch Klarheit: Miroslav Klose verlängerte seinen Vertrag als Cheftrainer des 1. FC Nürnberg. Im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de spricht die Fußball-Ikone über die zeitintensiven Gespräche mit dem Club - und macht dem DFB-Team in Richtung WM 2026 eine deutliche Ansage.
Miroslav Klose bleibt dem 1. FC Nürnberg erhalten. Vor gut einer Woche machte der Zweitligist die Vertragsverlängerung bekannt, die sich doch etwas hingezogen hatte.
"Es gab Dinge, die aufgearbeitet werden mussten. Es bringt nichts, wenn man sich lieb hat, den Vertrag verlängert und die Probleme im Haus bleiben", erklärte Klose im exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de das zähe Ringen um seine Zukunft bei den Franken.
"Wir müssen realistisch sein: Wir müssen etwas aufbauen, Stabilität reinbekommen. Nur dann können wir in den nächsten Jahren etwas mit dem Aufstieg zu tun haben. Das habe ich klar angesprochen, und dann ging es mit der Vertragsverlängerung ganz schnell", so der Weltmeister von 2014 weiter.
Mit Aussagen zur Transfer-Politik des 1. FC Nürnberg hatte Klose vor der Verlängerung für Spekulationen gesorgt. "Natürlich ist es nicht schön – vor allem nicht für einen Trainer –, wenn dir das Herz öfter rausgerissen wird. So viele Herzen habe ich gar nicht", sagte er über die vielen Abgänge bei den Franken.
Nach 22 Spieltagen in einer bislang äußerst wechselhaften Saison liegt der FCN mit 29 Punkten auf Rang acht der Tabelle. Am Freitagabend (ab 18:30 Uhr im LIVE-Ticker auf sport.de) trifft die Klose-Elf auf den VfL Bochum.
Klose-Ansage an die Nationalmannschaft
Der frühere DFB-Star hat natürlich auch die Nationalmannschaft stets im Blick. Nicht mit allen Auftritten zuletzt war der WM-Rekordtorschütze zufrieden.
"Es waren Spiele dabei, wo ich lieber nichts sage. Die waren nicht so, wie ich Deutschland gerne sehe", betonte Klose. "Ich weiß, dass man in den Länderspielpausen, wenn man international spielt, in der Champions League, zur Nationalmannschaft kommt, sagt: mehr oder weniger können wir uns ein paar Tage ausruhen. So haben sie vielleicht manches Spiel bestritten – und das hat mir nicht gefallen."

Seine Ansage: "Es ist klar, dass es eine Ehre sein muss, für Deutschland zu spielen. Das darf nicht selbstverständlich sein."
Seiner Meinung nach ist das DFB-Team gerade "ein bisschen auf der Suche" nach Führungspersönlichkeiten. "Es gibt nicht viele, die dieses Amt übernehmen können, die Führung für Deutschland. Deswegen braucht es Spieler, die da reinwachsen müssen – vor allem bei einer jungen Mannschaft. Ich bin gespannt, wer sich da durchsetzt."
Im Konkurrenzkampf im DFB-Sturm vor der WM 2026 hofft er auf einen bald wieder genesenen Niclas Füllkrug. "Vorne kann bei uns jeder treffen. Es gibt nicht diesen einen", so der 47-Jährige. "Ich bin auch ein Fan von Woltemade. Aber es kommt auf die Spieler an, gegen wen wir spielen, wie wir spielen. Jeder muss bereit sein, weil in einem Turnier alles passieren kann. Da gibt es nicht diesen einen Stürmer.“






























