Ski-Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin hat bei den Olympischen Winterspielen Geschichte geschrieben. Die US-Amerikanerin macht sich laut eigener Aussage Gedanken über ihr Karriereende.
"Ich denke darüber nach, wie ich meine Karriere beenden soll. Ich sehe es bei anderen Athleten und Teamkollegen, wie sie den Schritt verkünden. Ich weiß nicht, wie das für mich wäre. Deswegen habe ich darauf noch keine Antwort", offenbarte Shiffrin bei "Sport1".
Die 30-Jährige hatte sich am Mittwoch zur Olympiasiegerin im Slalom gekrönt. Satte 1,5 Sekunden betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Camille Rast aus der Schweiz. Eine solche Differenz hatte es bei Winterspielen zuletzt 1998 gegeben. Mit nun vier Olympiamedaillen in ihrer Karriere (dreimal Gold, einmal Silber) ist Shiffrin zusammen mit Julia Mancuso (einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) nun die erfolgreichste Ski-Alpin-Fahrerin aus den USA bei Winterspielen.
Shiffrin spricht über "dunkle Seite" bei Olympia
2022 war Shiffrin in Peking leer ausgegangen. Der vierte Platz in der Team-Kombination bei Olympia 2026 rief die Zweifler hervor.
"Das ist die dunkle Seite der Olympischen Spiele. Es gibt immer starke Reaktionen – egal, was passiert. Es gibt sehr positive Kommentare in einem erfolgreichen Moment wie im Weltcup. Bei den Olympischen Spielen ist es dann das Ende der Welt", sagte Shiffrin dazu.
Sie habe vor dem Slalom-Rennen am Mittwoch "bewusst Social Media gemieden, um nicht zu sehen, was andere über mich schreiben oder sagen. Ich konnte es mir vorstellen, aber ich wollte es nicht sehen, um den Fokus auf meinen Job zu legen", verriet die US-Amerikanerin.
Bereits bei ihrem elften Platz im Riesenslalom habe sie "gemerkt, dass ich die sportlichen und mentalen Komponenten habe", verriet Shiffrin.
Nach den Olympischen Winterspielen kämpft die 30-Jährige als Gesamtweltcupführende um den Gewinn der Großen Kristallkugel, die sie in ihrer Karriere bereits fünfmal einsacken konnte.



