Die Detroit Pistons haben beim Restart der NBA-Saison nach der kurzen Pause aufgrund des All-Star Breaks ein Ausrufezeichen bei den New York Knicks gesetzt. Derweil konnten sich die Houston Rockets auf Kevin Durant und die LA Clippers auf einen Neuzugang verlassen.
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Charlotte Hornets | Houston Rockets | 101:105 |
| Cleveland Cavaliers | Brooklyn Nets | 112:84 |
| Philadelphia 76ers | Atlanta Hawks | 107:117 |
| Washington Wizards | Indiana Pacers | 112:105 |
| New York Knicks | Detroit Pistons | 111:126 |
| Chicago Bulls | Toronto Raptors | 101:110 |
| San Antonio Spurs | Phoenix Suns | 121:94 |
| Golden State Warriors | Boston Celtics | 110:121 |
| Sacramento Kings | Orlando Magic | 94:131 |
| LA Clippers | Denver Nuggets | 115:114 |
MVP der Nacht: Cunningham der Alleinunterhalter
Warum Cade Cunningham im Spitzenspiel der Eastern Conference zwischen den Detroit Pistons (41-13) und den New York Knicks (35-21) der Alleinunterhalter war? Einerseits, weil Detroits zweiter All-Star in Jalen Duren aufgrund einer Suspendierung fehlte, andererseits weil er abgesehen von Paul Reed (18 Punkte) der einzige Gästespieler im Madison Square Garden war, der die 10-Punkte-Marke nennenswert überstieg.
Und wie: Cunningham machte die Partie zwischen dem Tabellenersten und -zweiten mit 42 Punkten zu seinem Spiel. 34 genommene Field Goals sind eine beachtliche Anzahl, die jedoch mit 17 Treffern ihre Berechtigung hatten. Eigensinnig agierte der Point Guard auch deshalb nicht, weil er zudem 13 Assists (5 Ballverluste) verteilte. Das Statsheet stopfte Cunningham zudem mit 8 Rebounds, 2 Blocks und 1 Steal voll. Seine Minuten gingen mit +12 an die Pistons.
Spiel der Nacht: Pistons sweepen die Knicks
Mit 126:111 ging auch die dritte Partie zwischen den Knicks und den Pistons an die Franchise aus der Motor City. Allerdings war es nach den 121:90- und 118:80-Erfolgen Detroits auch im dritten Aufeinandertreffen eine klare Angelegenheit. Denn die Gastgeber in Manhattan hatten beim 9:2 in den Anfangsminuten ihre höchste Führung des Spiels inne. In der Folge waren es hauptsächlich Cunningham & Co., die ihren Stempel auf das Geschehen drücken konnten.
Ein 21:8-Lauf im ersten Viertel zog das Momentum auf die Seite der Gäste, ein 7:0-Lauf zum Halbzeitstand von 58:48 machte den Vorsprung zweistellig. Selbst 30 Punkte von Jalen Brunson und ein Double-Double aus 21 Zählern und 11 Rebounds von Karl-Anthony Towns konnten den Sweep der Regular-Season-Serie gegen den Spitzenreiter des Ostens nicht verhindern.
Obwohl New York nach dem Seitenwechsel einen besseren Zugriff auf das Spiel hatte und noch einmal auf zwei Punkte herankam, waren die Pistons zu abgezockt und hatten in Duncan Robinson einen treffsicheren Mann auf ihrer Seite (3/6 3P). Dieser vergrößerte den Abstand mit zwei Dreiern wieder auf 13 Punkte, ehe Daniss Jenkins zu Beginn des Schlussviertels auf 104:85 erhöhte. Unter die magische Zehn-Punkte-Marke kamen die Hausherren nicht mehr, womit die Knicks ihren Start in das letzte Saisondrittel verpatzten und die Pistons weiter ihre Spitzenposition in der Eastern Conference manifestieren.
Crunchtime-Killer der Nacht: Kevin Durant
In die Genugtuung einer späten Revanche kamen die Houston Rockets (34-20) mit ihrem hart erkämpften 105:101-Sieg bei den formstarken Charlotte Hornets (26-30). Erst Anfang Februar hatten die Hornets einen Auswärtssieg aus dem Toyota Center in Houston entführt, wofür Kevin Durant persönlich die Quittung in Charlotte vorbeibrachte.
Der Superstar überragte mit 35 Punkten und bescherte seiner Mannschaft in der Schlussphase einer ausgeglichenen Partie den Sieg in der Fremde. Zehn Punkte erzielte der 37-Jährige allein in den letzten drei Minuten. Abgesehen von seinen finalen Zählern, mit denen er an der Freiwurflinie und noch 3,2 Sekunden auf der Uhr für den Schlusspunkt sorgte, agierte er in seiner persönlichen Komfortzone: Der Midrange.
Viermal in Folge netzte Durant per Pullup ein und sorgte so dafür, dass die Rockets-Führung auch in einem Erfolg mündete.
Nervenflattern der Nacht: Murray lässt letzten Freiwurf liegen
Jamal Murray (20 Punkte, 5/15 FG) kehrte nach seiner ersten Teilnahme am All-Star Game mit einem eher ernüchternden Offensivabend zurück in die Regular Season. Dabei hatte er eigentlich die Gelegenheit, sich in den Schlusssekunden zum Helden zu machen. Drei Freiwürfe wurden ihm 0,9 Sekunden vor dem Ende und einem 112:115-Rückstand der Denver Nuggets (35-21) bei den LA Clippers (27-28) geschenkt.
Die ersten beiden versenkte der Kanadier. Der dritte Freiwurf jedoch, der wohl die Verlängerung bedeutet hätte, prallte nur vom Ring ab. Damit verbesserten sich die Clippers auf vier Siege aus den ersten sechs Spielen seit dem Abgang von James Harden.
Heimdebüt der Nacht: Bennedict Mathurin
Ja, auch Kristaps Porzingis stellte sich bei der 110:121-Niederlage der Golden State Warriors (29-27) gegen sein Ex-Team, die Boston Celtics (36-19), dem Heimpublikum im Chase Center vor. Doch der Lette agierte in seinem ersten Spiel für die Warriors noch mit limitierten Minuten. In 17 Minuten konnte der Zinger mit 12 Punkten (5/9 FG) dennoch einen gelungenen Start in San Francisco verzeichnen.
Weitaus mehr Euphorie versprüht hat derweil Bennedict Mathurin bei seinem ersten Heimspiel im Inuit Dome in Inglewood. Nachdem er im Zuge des Trades von Ivica Zubac von den Indiana Pacers an den Pazifik gewechselt war, machte er bereits seine ersten Spiele für die Clippers - allerdings in der Fremde. Gegen die Nuggets wurde er in seinem ersten Heimspiel nun direkt zum Star des Abends. Und das bei einer Konkurrenz wie Murray, Nikola Jokic (22 Punkte, 9/22 FG, 17 Rebounds) oder Kawhi Leonard (23 Punkte, 8/18 FG).
Mathurin dominierte die Neuauflage der Playoffserie der vergangenen Saison mit 38 Punkten! 12 seiner 22 Versuche aus dem Feld saßen. Clippers-Fans dürften sich die Hände reiben, nachdem es in dieser Saison allzu oft Rückschläge zu verdauen gab.
Stimmen der Nacht:
Cade Cunningham (Detroit Pistons): "Es bedeutet eine Menge, ein Team mit ihrer Qualität zu sweepen. Sie spielen Basketball auf höchstem Level. Auch mit Blick auf die Tabelle und den Tiebreaker und solche Sachen."
Karl-Anthony Towns (New York Knicks): "Sie haben uns jedes Mal ehrlich und fair geschlagen. Heute war ein besseres Spiel, als in den ersten beiden Spielen, aber es gibt keine Moralsiege, das ist nicht das, was man in New York sehen will. Es liegt eine lange Videositzung vor uns und wir werden sie in den Playoffs wiedersehen. Dann müssen wir bereit sein."


































