Auch bei den Olympischen Winterspielen räumte Domen Prevc wieder ab und sicherte sich gleich zwei Gold-Medaillen. Abseits der Schanze hatte der slowenische Skisprung-Superstar aber Pech: Er verletzte sich bei einem Sturz.
Ein Foto, das Prevc am Tag nach dem chaotischen Super-Team-Wettbewerb bei Instagram teilte, zeigte ihn lachend mit einem großen Pflaster am Kinn. "Ein letzter Flug in Predazzo", schrieb er augenzwinkernd dazu.
Was war passiert? Wie "Svet24" unter Berufung auf einen Reporter vor Ort berichtet, kam Prevc aus unbekannter Ursache in der Kantine im Olympischen Dorf zu Fall.
Das Unglück ereignete sich demnach nach dem Frühstück, bevor sich Prevc auf den Weg nach Antholz machte, wo er später als Gast beim Staffel-Rennen der Biathlon-Männer weilte.
Dem Bericht zufolge war seine Verletzung aber nur leicht. Weitere Konsequenzen drohen dem 26-Jährigen wegen seines Missgeschicks also nicht. Dafür spricht auch der grundsätzlich fröhliche Ton seines Posts in dem sozialen Netzwerk.
Ohnehin hat Prevc derzeit gut lachen: In Predazzo gewann er zunächst gemeinsam mit seiner Schwester Nika sowie Nika Vodan und Anze Lanisek die Goldmedaille im Mixed-Team-Wettbewerb.
"Seit ich ein Kind bin, träume ich davon, eine Olympia-Medaille zu gewinnen. Aber ich habe nie daran gedacht, sie mit meinem Bruder zu gewinnen", kommentierte Nika Prevc den Familien-Coup. "Das ist einer der besten Momente meines Lebens."
Skispringen: Domen Prevc winkt der "Big Five"-Triumph
Ihr Bruder legte dann noch mit dem Triumph von der Großschanze nach. Dabei war er einmal mehr eine Klasse für sich. Domen Prevc flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich vor dem Japaner Ren Nikaido das erste Einzel-Gold seiner Karriere, Bronze ging an Kacper Tomasiak aus Polen.
Beeindruckend: Prevc hat nun vier der fünf großen Einzeltitel der Skisprung-Welt geholt - und das innerhalb von nur einem Jahr.
Nach den Siegen bei WM, Vierschanzentournee, Skiflug-WM und Olympia fehlt ihm nur noch der Triumph im Gesamtweltcup, der aber nur noch Formsache ist.
Die "Big Five" hat bisher nur der 2019 verstorbene Finne Matti Nykänen geschafft.



