Mit Medaillenambitionen war die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in das Olympia-Turnier gegangen, der Traum von Edelmetall war allerdings bereits im Viertelfinale geplatzt. Nach der deutlichen und verdienten 2:6-Klatsche in der Runde der letzten Acht gegen die Slowakei, fand DEB-Sportvorstand Christian Künast deutliche Worte.
"Es zeigt halt, dass wir dann nicht ganz so weit sind, wie die Erwartungshaltung war. Auch die eigene Erwartungshaltung. Wir waren ein sehr, sehr gutes Team außerhalb des Eises. Auf dem Eis sind wir es nie so richtig geworden", kritisierte der Ex-Profi die deutsche Olympia-Auswahl um neun NHL-Stars wie Leon Draisaitl, Moritz Seider und Co. beim TV-Sender ZDF.
Nach einem durchaus überzeugenden 3:1-Auftaktsieg gegen die Dänemark ließen die Leistungen bei der überraschenden 3:4-Niederlage gegen Lettland und beim 1:5 gegen die USA weitestgehend zu Wünschen übrig. Der 5:1-Erfolg in der Zwischenrunde gegen Frankreich machte Hoffnung für das Viertelfinale, wo mit der Slowakei die vermeintlich einfachste Aufgabe wartete.
Eishockey: "Kleinigkeiten" fehlen Deutschland
Doch gegen die Auswahl um Super-Youngster Juraj Slafkovsky von den Montreal Canadiens gab es für die Deutschen beim 2:6 gar nichts zu holen. "Zu den ganz großen Nationen wie Kanada, USA, Schweden fehlt uns auf alle Fälle sehr viel und es ist die Breite. Wir haben sehr, sehr gute Spieler, aber wir haben sie nicht in Anzahl wie diese Nationen", erklärte Künast das frühe Scheitern.
Es seien zwar nur "Kleinigkeiten", die dem DEB-Team zu einem Medaillenanwärter fehle, so der 54-Jährige, der jedoch betonte: "Kleinigkeiten auf diesem Niveau kannst du dir nicht leisten und darum sind wir auch verdient im Viertelfinale ausgeschieden." Ein Jahr vor der Heim-WM im Mai 2027 ein herber Dämpfer für die deutsche Eishockey-Euphorie.
"Wir müssen den Leuten zeigen: Wir können liefern, wenn es erwartet wird und das haben wir dieses Turnier irgendwo nicht getan", forderte der DEB-Boss.




































