Nachdem die NBA mit teilweise hohen Geldstrafen auf das offensichtliche Tanking der Utah Jazz und Indiana Pacers reagiert hat, ist um das bewusste Schonen von Star-Spielern in der besten Basketball-Liga der Welt abermals eine wilde Diskussion ausgebrochen. Mat Ishbia, Eigentümer der Phoenix Suns, ließ nun eine Wuttirade zu dem Thema vom Stapel.
"Das ist lächerlich! Tanking ist ein Verliererverhalten von Loosern", schimpfte der 46-Jährige beim Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter): "Absichtlich zu verlieren ist etwas, mit dem sich niemand in Verbindung bringen sollte. Es ist peinlich für die Liga und für die Organisationen. Und es ist lächerlich, dies als ‚Strategie‘ zu bezeichnen."
Dass schlechte Teams einen guten Draft-Pick bekommen, "macht absolut Sinn", fügte der US-amerikanischer Geschäftsmann hinzu: "Aber Spieler absichtlich zu schonen und absichtlich Spiele zu verlieren, ist eine Schande und beeinträchtigt die Integrität der gesamten Liga." Tanking sei gar "viel schlimmer als jeder Wett-Skandal", stellte er klar.
Tanking "schrecklich für die Fans"
Die Diskussion um Tanking kocht seit einigen Tagen wieder hoch, nachdem Utah durch die Liga mit einer Geldstrafe von 500.000 Dollar belegt, weil die Star-Spieler Lauri Markkanen und Jaren Jackson Jr. jeweils im vierten Viertel der engen Spiele bei den Orlando Magic und Miami Heat auf der Bank gehalten wurden.
Die Jazz sind nach einer 119:135-Heimpleite gegen die Portland Trail Blazers am Donnerstag das drittschlechteste Team der Western Conference, weisen insgesamt aber nur die sechstschlechteste Bilanz auf (18-38). Um ihren Erstrunden-Pick im äußerst stark besetzten Draft 2026 sicher zu behalten, müssen sie noch zwei der schlechter platzierten Teams "überholen".
"Das ist strategisches Verschenken von Spielen. Schrecklich für die Fans, die dafür bezahlen, ihr Team zu sehen und anzufeuern. Und schrecklich für alle echten Teams, die um Playoff-Plätze kämpfen", wütete Ishbia mit Blick auf die zuletzt sanktionierte. Auch NBA-Boss Adam Silver hatte zuletzt angekündigt, sich dem Thema persönlich annehmen zu wollen.
"Die gesamte Gemeinschaft muss zusammenkommen und entscheiden, was im besten Interesse aller ist", erklärte er: "Es ist Teil meiner Aufgabe, alle daran zu erinnern. Ich verstehe, was Ihre kurzfristigen Interessen sein mögen, aber wir sollten unsere Fans nicht aus den Augen verlieren. Wir sollten die Menschen nicht aus den Augen verlieren, die diese Liga Tag für Tag unterstützen."




































