Zehn Millionen Euro nahm Werder Bremen im vergangenen Sommer in die Hand, um Samuel Mbangula von Juventus Turin loszueisen - die zweithöchste Ablöse der Klubgeschichte. Ausgezahlt hat sich der teure Deal bislang jedoch kaum. Der Belgier passt nicht ins System und tut sich mit der Defensivarbeit bemerkenswert schwer. Nun gab's eine Ansage von einem seiner Bosse.
Obwohl sich seine Scorerausbeute mit je drei Toren und Assists nicht unbedingt schlecht liest, ist Samuel Mbangula eines der Sorgenkinder beim kriselnden Bundesligisten Werder Bremen.
Schon unter Horst Steffen hatte der Angreifer seinen Stammplatz eingebüßt, unter dem neuen Trainer Daniel Thioune ist Mbangula weiterhin Bankdrücker. Eine unbefriedigende Situation für alle Beteiligten, schließlich war der 22-Jährige mit großen Erwartungen an die Weser gewechselt.
Peter Niemeyer, Leiter des Lizenzbereichs in Bremen, nimmt Mbangula in Schutz, fordert zugleich aber auch eine Steigerung von ihm.
"Wir wissen um seine Qualität. Aber er ist jung, da ist es klar, dass ihm die Stabilität und Konstanz noch fehlt. Er hat Spielphasen, in denen er sich verbessern muss. Das steht außer Frage. Er muss an seinem Defensivverhalten arbeiten", wies der Ex-Profi auf Mbangulas wohl größte Schwachstelle hin.
In der Tat wirkte Werder defensiv oftmals extrem anfällig, wenn der U21-Nationalspieler Belgiens auf dem linken Flügel randurfte.
Werder Bremen hat in Mbangulas "Potenzial investiert"
Noch gibt es bei der sportlichen Führung allerdings keine ernsthaften Zweifel an Mbangula.
"Er hat schon gezeigt, dass er den Unterschied machen kann. Wir haben in sein Potenzial investiert. Wir helfen ihm dabei, noch stabiler zu werden. Man wünscht sich immer, dass alles schneller geht. Aber er ist da, wo er realistisch sein kann", so Niemeyer.
Bis 2030 hat Mbangula beim SVW unterschrieben. Ob er im Falle des Abstiegs den Weg in die 2. Bundesliga mitgehen würde, ist indes unklar. In den vergangenen Monaten sind die Bremer bis auf Relegationsrang 16 abgerutscht.




























