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Olympische Winterspiele 2026
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Mi, 04.02. - So, 22.02.

Sturz-Drama im Kampf um Olympia-Medaille

Geiger nimmt Schuld auf sich: "Einfach nur wütend"

Geiger und Rydzek verpassten die Olympia-Medaille
Geiger und Rydzek verpassten die Olympia-Medaille
Foto: © IMAGO/Lise serud
19. Februar 2026, 16:09
sport.de
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Mit besten Voraussetzungen aus dem Skispringen auf Gold-Kurs in den Langlauf gestartet, landete das deutsche Duo Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger am Ende nur auf dem enttäuschenden fünften Rang. Vorbei war das Rennen um die Olympia-Medaille vor allem nach gleich zwei Stürzen von Geiger - der anschließend extrem niedergeschlagen war.

Große Enttäuschung bei den deutschen Kombinierern Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek, die im Teamwettkampf am Ende nur auf Rang fünf landeten. Erstmals seit 1998 bleiben die deutschen NoKo-Stars somit ohne Medaille bei den Olympischen Winterspielen. 

Nach dem Skispringen noch aussichtsreich als Erster in den Langlauf gestartet, war die Konkurrenz aus Norwegen, Finnland, Österreich und Japan zwar herangerückt. Bis zu den zwei Stürzen von Vinzenz Geiger lag das DSV-Duo dennoch auf Medaillenkurs.

"Scheiße, ey", brüllte Geiger im Ziel und warf seine Stöcke in den Schnee. "Ich bin einfach nur wütend auf mich selbst", sagte er bei "Eurosport". Die Bedingungen seien fair gewesen. "Es war für alle gleich blöd zum Laufen. Darauf kann man es nicht schieben. Es war einfach eine Unaufmerksamkeit, ein Fehler, und einfach blöd gelaufen."

NoKo-Star niedergeschlagen: "Es tut mir einfach richtig fett leid"

Geiger sagte am "ARD"-Mikrofon über sein Sturz-Drama: "Ich habe einfach nicht viel gesehen. Meine Brille war zu. Dann bin ich in ein Loch reingefahren. Dann hat es mich rumgedreht, dann bin ich aufgestanden und dann bin ich direkt wieder gelegen. Es ging sehr schnell. Ich bin bis jetzt in noch keinem einzigen Rennen gestürzt." 

Ans Team und vor allem an seinen Kollegen Rydzek gerichtet fügte er hinzu: "Es tut mir einfach richtig fett leid. Wir haben so hart gearbeitet - und dann so ein blöder Fehler." Rydzek reagierte mit tröstenden Worten: "Man gewinnt und man verliert zusammen und heute müssen wir leider zusammen verlieren. Wir sind trotzdem ein Team."

Da sich Italien bei schwierigen Bedingungen mit heftigem Schneefall noch vorbeischob, blieb am Ende nur Rang fünf. 1:06 Minuten fehlten auf die Olympiasieger Andreas Skoglund und Jens Luraas Oftebro aus Norwegen. Rund 43 Sekunden schneller waren die Österreicher Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter, die hinter den Silbermedaillengewinnern Eero Hirvonen und Ilkka Herola aus Finnland ins Ziel kamen.

Geiger und Rydzek, beides zweifache Olympiasieger, blicken nun voller Sorge in die Zukunft. Denn die Premiere des Teamsprints, der die klassische Staffel mit vier Startern pro Nation ersetzte, könnte der letzte Wettkampf in der langen Olympia-Geschichte der Sportart gewesen sein. Ob die Kombination auch 2030 zum Programm gehört, entscheidet sich im Mai.

Team 2026

1NorwegenSkoglund, A. / Oftebro, J.41:18.00m
2FinnlandHirvonen, E. / Herola, I.+0.50s
3ÖsterreichLamparter, J. / Rettenegger, S.+22.30s
4ItalienKostner, A. / Costa, S.+1:03.50m
5DeutschlandGeiger, V. / Rydzek, J.+1:06.10m

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