Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich erneut für einen Verbleib der Nordischen Kombination im Programm der Olympischen Winterspiele stark gemacht.
Die Kombination verkörpere "in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert am Mittwoch. Der DOSB werde sich "an allen erdenklichen Stellen" für den Erhalt einsetzen, hieß es in einer Mitteilung.
Der Teamsprint am Donnerstag könnte der letzte olympische Wettkampf der Kombinierer für lange Zeit werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Mai entscheiden, ob die Kombination auch 2030 zum Programm gehört. Entweder werden dann auch die derzeit noch ausgeschlossenen Frauen aufgenommen, oder die seit der Premiere 1924 immer vertretene Sportart wird komplett gestrichen.
"Für uns ist klar: Die Zukunft der Nordischen Kombination liegt in ihrer Weiterentwicklung insbesondere in der Stärkung der Wettbewerbe der Frauen. Gleichstellung ist ein zentrales olympisches Prinzip", sagte Weikert. Zudem sei die Kombination eng mit den Sparten Skisprung und Langlauf verknüpft, eine Streichung hätte auch für diese Disziplinen negative Folgen.
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte sich in der ersten Olympiawoche vor Ort einen Eindruck von der Kombination gemacht. "Sie wirkte sehr begeistert. Sie hat sehr aufmerksam und mit großem Interesse zugeschaut und ist mehrmals aufgestanden, um zu applaudieren. Ich glaube also, dass ihr gefallen hat, was sie gesehen hat", sagte der sie begleitende FIS-Präsident Johan Eliasch anschließend. Viele Beobachter werten das als gutes Zeichen.
Auch der FIS-Chef versprach, sich beim IOC weiter für die Kombination einsetzen zu wollen - und vor allem für die Frauen. "Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich sagen, undenkbar. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass diese Disziplin langfristig im Kalender bleibt", sagte Eliasch.


