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"Einfach miserabel schlecht"

Scharfe Kritik nach Olympia-Chaos im Skispringen

Hadert mit dem Abbruch des Super-Team-Skispringens: DSV-Sportdirektor Horst Hüttel
Hadert mit dem Abbruch des Super-Team-Skispringens: DSV-Sportdirektor Horst Hüttel
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
18. Februar 2026, 14:30
sport.de
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Der Abbruch des olympischen Super-Team-Wettbewerbs ist im Lager der deutschen Skispringer auf Unverständnis gestoßen. Im Zentrum der Kritik: der Weltverband FIS.

"Ich bin richtig, richtig sauer. Alle Wetter-Apps haben angezeigt, dass nach zehn Minuten der Schneefall aufhört. Diese Wetter-App muss auch die FIS haben. Ich verstehe nicht, dass man nicht eine gewisse professionelle Besonnenheit hat, um diese zehn Minuten noch abzuwarten", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.

Heftiger Schneefall hatte den Wettkampf von der Großschanze überschattet. Der Abbruch erfolgte, weil dieser die Anlaufspur verlangsamt hatte und ein fairer Wettkampf zu diesem EZeitpunkt nicht möglich war.

"Wir haben versucht, die Spur zu reinigen, aber wir haben sofort festgestellt, dass das Tempo in der Spur verloren geht. Der Unterschied war deutlich spürbar", erklärte FIS-Renndirektor Sandro Pertile bei "Eurosport".

Rund zehn Minuten nach der Entscheidung hörte der Schneefall wieder auf - ein Umstand, der Hüttel sauer aufstößt. "Man hätte die ganze Gruppe nochmal springen lassen können. Das gab es in der Vergangenheit schon oft, das wäre eigentlich die fairste und beste Entscheidung gewesen", sagte der DSV-Funktionär.

Skispringen: Raimund "sehr unglücklich"

Bitter aus deutscher Sicht: Philipp Raimund und Andreas Wellinger lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung, wobei noch die Schlussspringer von drei Nationen oben standen. Wegen des Abbruchs wurde der Stand nach dem zweiten Durchgang gewertet, den beiden DSV-Adlern blieb nur Rang vier.

"Ich bin sehr unglücklich", sagte auch Raimund nach dem Abbruch, der ihn und Wellinger Bronze gekostet hatte - um die Winzigkeit von 16 Zentimetern: "Das kotzt mich gerade richtig an." Wellinger bezeichnete die Situation als "total beschissen".

Hüttel kritisierte auch den Verzicht der FIS auf Vorspringer, die die Spur intakt gehalten hätten. "Während sie beraten haben, ist der einzige Vorspringer gesprungen. Es ist vollkommen klar, dass dann die Spur feucht wird. Man muss als Veranstalter beim normalen Weltcup zwölf Vorspringer haben, damit die Spur permanent durchgefahren wird. Anscheinend war keiner oben", sagte er: "Ich finde das schlichtweg unprofessionell. Das war einfach miserabel schlecht gearbeitet."

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