Suche Heute Live
Boxen
Artikel teilen

Boxen

Verdirbt er Kabayel die Tour?

"Usyk wird betteln" - Fury tönt wie eh und je

Video: Fury tönt wie Trump: "Make boxing great again"
17. Februar 2026, 12:11
sport.de
sport.de

Die erste Pressekonferenz vor seinem Comeback-Kampf gegen den russischen Riesen Arslanbek Mahmudov wurde zur erwarteten Tyson-Fury-Show. Seinen Erzrivalen Oleksandr Usyk sieht der "Gypsy King" in der Rolle des Bettlers, über einen möglichen Superkampf gegen Anthony Joshua äußert er sich bewusst vage. Deutschlands Box-Hoffnung Agit Kabyel könnten Furys Pläne dagegen empfindlich treffen.

Tyson Fury im Mittelpunkt, als Schlagzeilen produzierendes Epizentrum des Boxens - so sieht sich der einstige Weltmeister im Schwergewicht am liebsten.

Insofern überrascht es nicht, dass der 37-Jährige im Rahmen der ersten Pressekonferenz vor seinem Comeback-Kampf gegen Ex-Kabayel-Opfer Arslanbek Makhmudov verbal in die Vollen ging.

Bei "Sky Sports" haute Fury in gewohnter Manier auf die Pauke. Gegen Oleksandr Usyk sei er "am hellichten Tag bestohlen worden", trötete er mit Blick auf seine Punktniederlagen im Jahr 2024 gegen den Ukrainer.

Eine exklusive Sicht. Vor allem den Revanchekampf Ende 2024 hatte Usyk diktiert und einstimmig gewonnen. Nicht ein renommierter Box-Experte dies- wie jenseits des Großen Teichs sah nach zwölf Runden Fury vorne.

Usyk gegen Fury III am Horizont?

Der Brite ist dennoch felsenfest überzeugt, dass er eine dritte Chance gegen seinen Erzrivalen bekommt - aus einem ganz einfachen Grund. "Er wird am Ende des Jahres um eine Trilogie betteln, Es gibt keinen, gegen den er kämpfen und Geld machen kann. Es gibt nur den Gypsy King, den großen Mann. Mit oder ohne Gürtel - ich bin immer noch der Mann", tönte Fury.

Tatsächlich ist ein "Rubber Match" zwischen Usyk und Fury nicht ausgeschlossen. Teil drei könnte in den USA über die Bühne gehen. Usyk drängt auf den US-Markt, könnte das Duell in Amerika mit einem Schaukampf anheizen (Kickbox-Legende Rico Verhoeven ist allen Ernstes als Gegner im Gespräch).

Fury kehrt indes am 11. April im Tottenham Stadium von London gegen den Russen Mahkmudov nach anderthalbjähriger Ring-Pause zurück. Mit einem Sieg wäre zunächst der Weg für einen britischen Superkampf im Sommer um die WBO-Weltmeisterschaft frei. Um diesen Titel duellieren sich am 9. Mai die Engländer Fabio Wardley und Daniel Dubois. 

Mit dem WBO-Gürtel um die Hüfte hätte Fury ein weiteres Argument für einen dritten Kampf gegen Usyk. Der WBA/WBC/IBF-Champion hat bereits anklingen lassen, dass er dabei wäre, sofern es um die "Undisputed"-Krone aller vier Verbände geht.

Fury-Pläne könnte Agit Kabayel betreffen

Aber: "Mit oder ohne Gürtel" - Furys Ansage könnte bei Deutschlands Schwergewichts-Star Agit Kabayel frusten. Der Deutsche ist beim Verband WBC als Interims-Weltmeister Usyks Pflichtherausforderer. WBC-Boss Mauricio Sulaiman betonte jüngst, dass Usyk nach seinem nächsten Kampf gegen Kabayel ran muss, will er den grün-goldenen Gürtel behalten. 

Fury könnte dazwischen grätschen. Mit Blick auf die Geschichte des WBC ist es keinesfalls ausgeschlossen, dass den findigen Funktionäre etwas (Geld) einfällt, um Kabayels Wartezeit zu verlängern und Ex-Weltmeister Fury vorzuziehen.

Macht der Verband dagegen ernst und entzieht Usyk den Titel, darf Kabayel zwar auf eine Beförderung zum "echten" Weltmeister hoffen - den Wunschkampf gegen Schwergewichts-König Usyk würde er aber nicht bekommen. 

Der 33-Jährige aus Bochum hofft auf einen Kampf in Deutschland gegen Usyk. Bei "DAZN" brachte Kabayel das Westfalenstadion in Dortmund ins Gespräch.

Video: Fury: "Joshua-Unfall war Grund für Comeback"

Anders gestaltete sich die Situation, sollte Fury Ende des Jahres im ultimativen Briten-Blockbuster auf Anthony Joshua treffen. 

Darauf angesprochen hielt sich Fury mit Blick auf Joshuas Unfall-Drama Anfang des Jahres bedeckt. "Gebt dem Mann den Respekt, den er verdient und die Zeit, die er ohne den Sport braucht. Lasst ihn uns nicht herausfordern und ihn Sachen tun, die er zurzeit nicht tun will", sagte Fury. Sollte der Kampf kommen, "großartig. Und wenn nicht, auch großartig."

Newsticker

Alle News anzeigen