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Mi, 04.02. - So, 22.02.

"Enttäuschung sehr groß"

Nächster Olympia-Rückschlag für Deutschlands Biathleten

Philipp Horn und Co. verpassten das Podest in der Staffel als Vierte
Philipp Horn und Co. verpassten das Podest in der Staffel als Vierte
Foto: © SaschaxFromm
17. Februar 2026, 15:51

Die deutsche Biathlon-Staffel hat bei den Olympischen Winterspielen die erhoffte Medaille erneut verpasst.

Als Edelfan Jürgen Klopp mit der roten Team-D-Mütze die Glocke zur letzten Runde läutete, waren alle Träume der deutschen Biathlon-Staffel schon dahin.

Anstatt im Rennen über 4x7,5 die erhoffte Medaille zu holen, mussten sich Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn beim Triumph von Frankreich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen - der Rückstand zu Bronze betrug jedoch fast schon eine Minute.

"Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir wussten, dass es nicht einfach wird und wir Außenseiter sind. Wir hatten trotzdem große Hoffnungen", sagte Horn in der "ARD" zerknirscht. Nach der "besten Traineransprache" von Tobias Reiter sei das Team überzeugt gewesen, "wir rocken das Ding".

Doch daraus wurde nichts. Während das DSV-Quartett frustriert aus dem Zielraum stapfte, gratulierte Klopp im Deutschland-Outfit den Medaillengewinnern.

Nächste deutsche Biathlon-Enttäuschung

Für das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) setzten sich nach wenig erfreulichen Einzelrennen die Enttäuschungen dagegen fort. Bislang gab es in Antholz nur eine Medaille mit der Mixed-Staffel (Bronze). "Wir haben keinen Läufer, der mal ein Zehn-Sekunden-Loch zulaufen kann", monierte ARD-Experte Arnd Peiffer.

Gold ging so an Frankreich (1+9) mit Fabien Claude, Emilien Jacquelin, Quentin Fillon Maillet und Eric Perrot vor Topfavorit Norwegen (0+6/+9,8 Sekunden). Für die überragenden Franzosen war es schon das vierte Gold bei den Spielen von Mailand und Cortina, die neunte Medaille insgesamt. Bronze holte sich Schweden (0+6/+57,5).

Strelow (0+2), Zobel (0+3), Nawrath (0+4) und Horn (0+3) leisteten sich insgesamt zwölf Nachlader. Zu viel für das Podest, zumal es auch läuferisch nicht ganz passte. Das DSV-Quartett, bei der WM im vergangenen Jahr noch Dritter, kam mit erheblichen 1:48,3 Minuten Rückstand ins Ziel. Erst zum vierten Mal blieb eine deutsche Männerstaffel nach 1968, 2010 und 2022 bei Olympia damit ohne Medaille.

Klopp-Unterstützung hilft nicht

Da half auch das Daumendrücken von Klopp und dessen Sohn Marc nichts. Er sei "Fan von allem", sagte der berühmte Fußballtrainer: "Ich liebe alles Alpine, ich liebe alle Langlauf-Disziplinen, ich liebe Biathlon. Es ist einfach alles spannend." Es sei schön, so Startläufer Strelow während des Rennens, "dass in der großen Welt des Fußballs so ein kleiner Sport wahrgenommen wird. Ich hoffe, er genießt die Show."

Auf einen Medaillencoup hoffen am Mittwoch (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) aus deutscher Sicht nun Franziska Preuß und Co. im Staffelrennen der Frauen über 4x6 km. Preuß, die bislang bei den Winterspielen immer wieder große Probleme beim letzten Schießen hatte, geht überraschend auf Position zwei ins Rennen. Neben Preuß bilden Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt das DSV-Quartett.

Bei den Männern steht am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Massenstart das letzte Olympia-Rennen an. Vom DSV sind Nawrath, Zobel und Horn qualifiziert. Die Favoriten sind wieder andere.

Staffel 2026

1FrankreichFrankreich1:19:55.20h
2NorwegenNorwegen+9.80s
3SchwedenSchweden+57.50s
4DeutschlandDeutschland+1:48.30m
5USAUSA+2:27.40m

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