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"Mir geht es ein bisschen auf den Keks ..."

Olympia-Fiasko? Im deutschen Eishockey-Team rumort es heftig

Dicke Luft im deutschen Eishockey-Team
Dicke Luft im deutschen Eishockey-Team
Foto: © IMAGO
16. Februar 2026, 15:18
sport.de
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Deutschlands Eishockey-Männer sind mit großen Ambitionen zu den Olympischen Winterspielen gereist, in Medaillen-Form präsentieren sich Leon Draisaitl und Co. bislang jedoch ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Im DEB-Team rumort es. Vor der Pflichtaufgabe gegen Frankreich in der Viertelfinal-Qualifikation am Dienstag (12:10 Uhr/ARD und Eurosport) wächst die Angst vor der Total-Blamage.

"Man muss demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können. Das muss in unsere Kopf rein", mahnte der langjährige DEB-Kapitän Moritz Müller nach der völlig verkorksten Vorrunde, die mit einer schallenden 1:5-Ohrfeige gegen Weltmeister USA endete.

Im Anschluss platzte es aus vielen Spielern heraus. "Mir geht es ein bisschen auf den Keks, dass immer nur über NHL-Spieler geredet wird. Das interessiert keinen, wer wo spielt. Wir sind eine Mannschaft, und die DEL-Spieler sind genauso wichtig wie wir alle", polterte Tim Stützle. 

Der Starstürmer der Ottawa Senators ist mit vier Toren - unter anderem dem Ehrentreffer gegen die USA - zusammen mit dem Kanadier Macklin Celebrini erfolgreichster Olympia-Torschütze.

Video: "Zu kompliziert": DEB-Star legt Finger in die Wunde

Draisaitl wird verhöhnt

Weit weniger brachte Leon Draisaitl aufs Eis. Der Weltstar der Edmonton Oilers erlebte gegen die USA einen Horror-Abend ohne einen einzigen Torschuss - und musste sich auch noch von den eigens auf ihn abgestellten Brüdern Matthew und Brady Tkachuk wegen seiner andauernden Titellosigkeit verhöhnen lassen.

"Immer nur die Brautjungfer, niemals die Braut, was Leon", ätzte Matthew Tkachuk vom Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers auf dem Eis und nahm Draisaitl in Manndeckung aus dem Spiel.

Von außen kam kein Impuls, sich dagegen zu wehren. "Was soll ich machen? Beide Tkachuks haben gegen Leon gespielt. Ich kann nichts machen", gab sich Bundestrainer Harold Kreis erstaunlich hilflos. 

Umso deutlicher wurde Moritz Müller, der vor acht Jahren Olympia-Silber gewann und vor drei Jahren Vize-Weltmeister geworden war: "Im Vorfeld ist viel darüber gesprochen worden, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe – das war 2018 und 2023. Da muss diese Mannschaft erst noch hinkommen."

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