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Mi, 04.02. - So, 22.02.

"Bin von Anfang an nicht klargekommen"

Bitterer Tränen-Abschied für deutschen Olympia-Star

Skispringerin Katharina Schmid beendet ihre Karriere
Skispringerin Katharina Schmid beendet ihre Karriere
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
17. Februar 2026, 09:38
sport.de
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Ihren Abschied von der Olympia-Bühne hatte sich Katharina Schmid ganz anders vorgestellt. Der deutsche Skisprung-Star brauchte nach dem verkorksten Ende ihrer langen Karriere jede Menge Trost.

"Ich bin froh, dass meine ganze Familie und meine Freunde da sind. Ich glaube, die brauche ich heute", gestand die 29-Jährige, die ihre Fingernägel extra schwarz-rot-gold lackiert hatte, in Predazzo mit brüchiger Stimme.

Schmid zeigte ihre Emotionen offen. "Dass es jetzt so endet, ist hart. Das tut sehr, sehr weh", gewährte sie nach Rang 16 auf der Normalschanze und dem frühen Aus nach dem ersten Durchgang auf der großen Schanze Einblick in ihre Gefühlswelt.

"Ich bin von Anfang an nicht klargekommen", bilanzierte die kürzlich noch so fröhliche deutsche Fahnenträgerin schonungslos ehrlich: "Irgendwie wollte es einfach nicht."

Kein Wunder, dass Schmid die Winterspiele in Italian jetzt ganz schnell hinter sich lassen will. Auf einen Trip an weitere Olympia-Standorte verzichtet die Silbergewinnerin von 2018 und 2022: "Nach heute bin ich einfach froh, daheim zu sein und einfach mal Pause zu haben."

Startet Schmid ihre Karriere als Trainerin in Oberstdorf?

Demnächst stehen noch ein paar Weltcups und zum Abschluss Ende März das Skifliegen im slowenischen Planica an, danach tritt die siebenmalige Weltmeisterin, die das deutsche Frauen-Skispringen über rund ein Jahrzehnt entscheidend geprägt hat, endgültig ab. Ihr großer Traum vom olympischen Gold blieb 2026 unerreichbar.

Künftig will sich Schmid stärker ihrem Privatleben widmen. Dem Skispringen bleibt sie womöglich zwar erhalten, zunächst allerdings wohl abseits der Öffentlichkeit. "Es gibt Gespräche zwischen ihr und dem Skiclub in Oberstdorf. Sie möchte jetzt nicht gleich wieder durch die Welt reisen", erklärte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.

Der 57-Jährige sieht in Schmid auch nach der aktiven Karriere viel Potenzial. "Sie würde als Typ, als Mensch, als Persönlichkeit sehr viel mitbringen, um eine tolle Trainerin zu werden", hob Hüttel hervor.

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