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Zwölf Jahre nach Sochi

Nicht nur Gold: Biathlon-Quartett streicht auch Prämie ein

Video: Zwölf Jahre später! Gold für deutsche Biathlon-Staffel
15. Februar 2026, 14:32
sport.de
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Lange haben Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp auf ihre Goldmedaille warten müssen, am Sonntag wurde der deutschen Biathlon-Staffel der Olympischen Winterspiele von 2014 dann feierlich das begehrte Edelmetall verliehen. Neben dem nachträglichen Olympiasieg darf sich das Quartett zugleich über eine Prämie freuen.

Die frisch gekürten Staffel-Olympiasieger von 2014 Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp erhalten von der Stiftung Deutsche Sporthilfe nachträglich ihre Medaillenprämie. Den vier Ex-Biathleten wird die Differenz zur bereits im Jahr 2014 gezahlten Silberprämie in Höhe von 15.000 Euro ausgezahlt, teilte die Sporthilfe mit.

Da damals 20.000 Euro für einen Olympiasieg ausgeschüttet wurden, streichen Lesser, Böhm, Peiffer und Schempp nun jeweils 5000 Euro ein. "Mit der Anerkennung des Olympiasiegs durch die Internationale Biathlon Union (IBU), elf Jahre nach den Olympischen Winterspielen von Sochi, ist die sportliche Grundlage für diese Anpassung geschaffen", heißt es in der Mitteilung. 

Karin Orgeldinger, Vorstand Athletenförderung der Sporthilfe, begründete: "Wir wissen, dass eine nachträgliche Prämienzahlung weder den emotionalen Moment noch die sportliche Anerkennung zum damaligen Zeitpunkt ersetzen kann. Dennoch möchten wir das Team mit dieser Auszahlung für ihre sportlich herausragende und vor allem faire Leistung auch rückwirkend honorieren."

Gold-Prämie: Peiffer sieht "wertschätzendes Zeichen"

Bei den nun am Sonntag in Antholz bei einer feierlichen Zeremonie ausgezeichneten Staffel-Olympiasiegern kommt die Entscheidung wenig überraschend gut an. "Es ist ein großartiges Gefühl, dass wir nun Olympiasieger sind und unsere Leistung offiziell anerkannt wird", wird Arnd Peiffer zitiert: "Die nachträgliche Medaillenprämie der Sporthilfe ist für uns ein wertschätzendes Zeichen, dass Fairness im Sport am Ende zählt."

Gold wurde Deutschland nachträglich zugesprochen, da Russland in einem jahrelangen Verfahren wegen Dopings disqualifiziert wurde.

Am 22. Februar 2014 hatte Schlussläufer Schempp in einem packenden Finale in Sochi gegen Anton Shipulin um 3,5 Sekunden den Kürzeren gezogen. Doch weil dessen russischer Teamkollege Evgeny Ustyugov später des Dopings überführt wurde und nach seiner rückwirkenden Sperre mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen scheiterte, rückte Deutschland auf den Goldrang vor. Silber und Bronze wurden auch neu vergeben an Österreich und Norwegen.

"Das Gold fühlt sich gut an. Das glitzert mehr, als ich dachte", sagte Lesser mit der Medaille um den Hals. "Das war der beste Rahmen, den wir uns unter den Umständen hätten wünschen können. Bei Olympia, viele deutsche Fans, super Wetter. Das hat schon alles perfekt gepasst", sagte Böhm: "Der Moment vor zwölf Jahren wäre schöner gewesen, aber das war jetzt wirklich nochmal was ganz Besonderes."

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