Zwölf Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat Deutschlands Biathlon-Staffel mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Peiffer und Simon Schempp offiziell Gold erhalten.
IOC-Mitglied Michael Mronz überreichte am Sonntag vor fast 20.000 Fans im ausverkauften Antholzer Stadion zwischen den beiden Verfolgungsrennen die Medaillen an das damalige DSV-Aufgebot
Lesser, Böhm, Peiffer und Schempp hatten in Russland den Olympiasieg um 3,5 Sekunden verpasst und war hinter den Gastgebern auf den Silberrang gelaufen.
Später aber wurde der russische Starter Evgeny Ustyugov wegen eines Dopingvergehens gesperrt. Der Sportgerichtshof CAS annullierte alle seine Ergebnisse zwischen 2010 und 2014 - auch den Staffel-Triumph von Sotschi.
Nach langem Warten und mehreren Einsprüchen Ustyugovs fiel im vergangenen September die endgültige Entscheidung: Gold für Lesser und Co.
Biathlon: DSV-Staffel hat sich "trotzdem als Sieger gefühlt"
Fühlt sich Lesser "betrogen um den Moment" mit der Gold-Medaille in Sotschi? Nein, stellte der Thüringer klar. "Wir haben uns trotzdem als Sieger gefühlt. Und da wir uns als Sieger gefühlt haben, war das für mich in meiner Wahrnehmung kein Moment, der mir von irgendjemandem genommen oder gestohlen wurde."
Neben dem DSV-Quartett um Lesser durfte sich auch Biathlon-Ikone Martin Fourcade in Antholz über eine weitere Goldmedaille freuen. 2010 in Vancouver hatte der Franzose im Massenstart Platz zwei hinter Ustyugov belegt.
Für Fourcade ist es das sechste Gold. Mehr hat keine andere Sportlerin und kein anderer Sportler seines Landes bei Olympischen Sommer- und Winterspielen gewonnen.


