Die neue Formel-1-Saison hat noch nicht einmal begonnen, da mosert Superstar Max Verstappen schon über die Leistungsfähigkeit der neuen Boliden. Nach seinem verbalen Rundumschlag erhält der Niederländer nun Unterstützung eines Beobachters und Ex-Fahrers.
Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard kann Max Verstappen in seiner Kritik an den grundlegenden Veränderungen für Motoren und Chassis gut verstehen. "Ich kann, weil ein Element, das man vorher hatte, verloren gegangen ist", sagte der Schotte bei "talkSPORT".
"Wenn ich dir ein iPhone 3 geben würde, selbst wenn es brandneu wäre, würdest du mir nicht dankbar sein, weil es weniger fortgeschritten ist", zog der 13-fache Grand-Prix-Sieger und Vizeweltmeister von 2001 einen Vergleich.
Max Verstappen hatte am Donnerstag in einer Medienrunde am Rande der Testfahrten in Bahrain mit beißender Kritik auf die neuen Vorschriften für die Boliden reagiert. "Es fühlt sich nicht mehr wie Formel 1 an, eher wie Formel E auf Steroiden", so der vierfache Weltmeister. Das Fahren, betonte er, mache keinen großen Spaß.
"Am Ende geht es doch nur ums Racing"
Sein Unmut bezieht sich vor allem auf die Leistungsfähigkeit der Motoren, die ab dieser Saison zu 50 Prozent elektrisch betrieben werden. "Als Fahrer genieße ich es, Vollgas zu fahren, aber ich will auch realistisch sein: Im Moment kann man so nicht fahren. Vieles, was man macht, hat massive Auswirkungen auf die Energieseite. Für mich ist das nicht Formel 1. Vielleicht ist es dann besser, Formel E zu fahren - dort geht es nur um Energie, Effizienz und Management", so Verstappen deutlich.
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Zwar könne man bei solch tiefgreifenden Regeländerungen, wie sie die Königsklasse nun erlebt, "nie alle zufriedenstellen", Coulthard könne den Frust des 28-Jährigen aber gut nachvollziehen.
"Am Ende geht es doch nur ums Racing: Wenn die Lichter ausgehen, willst du schnell und am Ende der Erste sein. Er geht jetzt in seine zwölften Formel-1-Saison, hat sich den Respekt seiner Konkurrenten erarbeitet und hat ein Recht auf eine Meinung, wenn es um das Fahrgefühl geht", meinte der 54-Jährige: "Aber wenn er in Melbourne am Start steht, wird er nicht mehr über solche Sachen nachdenken. Er wird nur darüber denken, wie er das meiste herausholt. Das ist das Wundervolle am Racing: Sobald das Gerede vorbei ist, geht es nur noch um die Zielflagge."






