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Mi, 04.02. - So, 22.02.

Disqualifikation bei Olympia

"Extrem blöd von mir": Top-Skispringer aus Verkehr gezogen

Daniel Tschofenig durfte nicht im Finale antreten
Daniel Tschofenig durfte nicht im Finale antreten
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Oliver Lerch
15. Februar 2026, 09:41
sport.de
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Der österreichische Top-Skispringer Daniel Tschofenig konnte am Samstag im Kampf um die Medaillen auf der Großschanze nicht mitmischen: Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison wurde von den Regelhütern aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: zu große Schuhe.

Der Österreicher Daniel Tschofenig ist beim olympischen Großschanzen-Springen nach dem ersten Durchgang disqualifiziert worden. Von Platz acht aus hatte der Kärntner noch zarte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung, allerdings schauten die Materialkontrolleure ganz genau hin.

Das Problem: Seine Skischuhe hatten nicht die korrekten Maße, um vier Millimeter waren sie zu groß. Ein zu großer Schuh kann dem Skispringer mehr Bewegungsfreiheit im Knöchelbereich geben, seit dem Betrugsskandal bei der WM im vergangenen Jahr wird härter kontrolliert.

"Ich war leider so naiv und habe nicht nachgemessen", gab sich Daniel Tschofenig nach dem ersten Durchgang gegenüber dem "ORF" zerknirscht. Eigentlich würde man die Schuhe normalerweise sogar "immer ein bisschen kleiner nehmen, als was draufsteht". Die Schuhe seien dieses Mal aber, "warum auch immer", zu groß gewesen: "Ich hatte die Hoffnung bzw. war ich so naiv, zu glauben, dass es ein richtiger 42er ist. Den Unterschied spürt man zudem einfach nicht bei den paar Millimetern."

Skisprung-Star Tschofenig: "War extrem blöd von mir"

Tschofenig musste daher einsehen: "Das war extrem blöd von mir. Ich hätte ihn einfach nachmessen können, das Gerät haben wir ja."

Die Disqualifikation nahm der Top-Skispringer unterdessen ohne Beanstandung hin. "Regeln sind Regeln – solange man es bei allen durchzieht, passt es genauso", merkte er an. Der 23-Jährige hatte in der vergangenen Saison überragende Leistungen gezeigt und sowohl den Gesamtweltcup als auch die Vierschanzentournee gewonnen. 

Aus dem österreichischen Team waren somit nur zwei Skispringer im Finale dabei, Stefan Kraft war als 36. ausgeschieden. Jan Hörl landete letztlich auf Rang fünf, Stephan Embacher auf Rang sieben. Eine Klasse für sich war Weltmeister Prevc. Der Slowene flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich vor dem Japaner Ren Nikaido das erste Einzel-Gold seiner Karriere, Bronze ging an Kacper Tomasiak aus Polen.

Großschanze 2026

1SlowenienDomen Prevc301.80
2JapanRen Nikaido295.00
3PolenKacper Tomasiak291.20
4NorwegenKristoffer Eriksen Sundal288.00
5ÖsterreichJan Hörl286.90

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