Im deutschen Biathlon-Lager haben mehrere Athletinnen mit Magenproblemen zu kämpfen. Um sich vor den anstehenden Wettkämpfen bei den Olympischen Winterspielen zu schützen, hat Franziska Preuß inzwischen eine Maßnahme ergriffen.
Franziska Preuß hat im Olympia-Quartier in Antholz wegen der möglichen Ansteckungsgefahr ein Einzelzimmer bezogen. "Ich bin jetzt auch in ein Einzelzimmer gegangen, um mich einfach nochmal zu schützen", sagte sie am Samstagnachmittag.
Getroffen hatte es zuvor allen voran die deutsche Meisterin Janina Hettich-Walz, die ihren Start im Biathlon-Sprint kurzfristig wegen Magenproblemen hatte absagen müssen. Die Verfolgung am Sonntag (14:45 Uhr) wird sie dadurch ebenfalls verpassen.
Auch DSV-Teamkollegin Vanessa Voigt klagte in den vergangenen beiden Tagen über Unwohlsein, dennoch ging sie am Samstag an den Start. Ohne Schießfehler landete die 28-Jährige auf dem beachtlichen zwölften Platz, womit sie hinter Franziska Preuß (1 Fehler, 7.) zweitbeste Deutsche war.
Bei Preuß sei es derweil "stabil", ihr Umzug ins Einzelzimmer ist eher eine Vorsichtsmaßnahme. Andere deutsche Sportlerinnen sind aktuell nicht betroffen. "Die haben zum Glück ihr eigenes Bad gehabt", sagte die Gesamtweltcupsiegerin im Biathlon der Vorsaison.
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Preuß geknickt: "Hänge in den Top Ten hinten fest"
Die sechs deutschen Frauen hatten sich zuvor ein großes Apartment mit mehreren Zimmern geteilt, nun wurde noch etwas großzügiger aufgeteilt. "Wir gehen nicht davon aus, dass es ein Virus war, sondern sie etwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur eine Nacht", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Preuß hatte sich zunächst ein Zimmer mit Anna Weidel geteilt. In der gemeinsamen Unterkunft erwischte es auch eine tschechische Athletin und einen tschechischen Betreuer mit Magenproblemen.
Nach dem siebten Rang im Sprint mit einer Minute Rückstand auf die neue Olympiasiegerin Maren Kirkeeide aus Norwegen hatte sich Franziska Preuß sichtlich geknickt gezeigt. "Es schwingt Enttäuschung mit. Jedes Rennen ist eine Chance und jetzt habe ich es wieder nicht geschafft. Man darf nie aufgeben und morgen ist ein neuer Tag", sagte Preuß in der "ARD" etwas resignierend. "Man kann nicht immer gewinnen, ich hänge etwas in den Top Ten hinten fest."
Im Jagdrennen ist die Devise nun, das "Thema Medaille komplett auszublenden und im Hier und Jetzt zu sein. Es braucht ein perfektes Rennen, das ist das Ziel".






