Suche Heute Live
Olympische Winterspiele 2026Olympia 2026
Artikel teilen

Olympische Winterspiele 2026
Olympia 2026
Mi, 04.02. - So, 22.02.

"Einfach eine peinliche Nummer"

"Klares Versagen": Deutliche Reaktion auf Olympia-Protest

Gewann Gold im Olympia-Sprint: Johannes Hoesflot Klaebo
Gewann Gold im Olympia-Sprint: Johannes Hoesflot Klaebo
Foto: © IMAGO/Andrzej Iwanczuk
14. Februar 2026, 15:33
sport.de
sport.de

Langlauf-Superstar Johannes Hoesflot Klaebo muss nach dem Protest der Finnen um sein Olympia-Gold bangen. Im deutschen Lager reagierte man auf die Vorkommnisse im Männer-Sprint mit deutlichen Worten und herber Kritik am Weltverband.

Für den deutschen Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder steht in der Causa Klaebo allein der Skiweltverband FIS in der Verantwortung. 

"Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Versagen der FIS-Verantwortlichen - zum wiederholten Male", sagte Schlickenrieder im italienischen Tesero: "Das ist einfach eine peinliche Nummer für die Abteilung in der FIS. Das muss sich die FIS an den Hut stecken." 

Laut Schlickenrieder ist die Sachlage klar: "Wenn dir als Trainer so ein Fehler passiert, dann zahlst du 1000 Euro Strafe. Und die FIS-Verantwortlichen sagen bloß 'Entschuldigung'. Das finde ich ein bisschen lau", sagte der 55-Jährige und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Sollen sie eine große Party schmeißen und sich mit einer großen Party entschuldigen, dann haben alle mehr davon." Schlickenrieder rechnet nicht damit, dass der Protest Erfolg hat.

Er stellte am Samstag zudem klar: "Der Sprint wäre anders ausgegangen, wäre die Wachsmaschine nicht über den Hinterweg ins Rennen gekommen." 

Finnen-Protest: FIS drückt zweimal die Augen zu

Langlauf-Superstar Johannes Hoesflot Klaebo hatte den Olympia-Sprint am Dienstag vor Ben Ogden aus den USA und Oskar Opstad Vike aus Norwegen gewonnen. Doch das finnische Lager um den viertplatzierten Lauri Vuorinen forderte anschließend eine Korrektur der Resultate und legte Protest ein. Der Vorwurf: Die FIS habe gegen die eigenen Regeln und das Fair-Play-Prinzip verstoßen.

"Wir möchten auf die Missstände aufmerksam machen und dafür sorgen, dass im Spitzensport für alle die gleichen Regeln gelten und diese allen bekannt sind", erklärte Marleena Valtasola, Geschäftsführerin des Skiverbandes, den Einspruch gegen die Wertung. Die FIS habe "selbst zugegeben, einen Fehler gemacht zu haben, der zu einem ungerechten Wettbewerb geführt hat, bei dem zwei Länder ohne Wissen der anderen einen unangemessenen Vorteil erlangt haben", so die Finnin. 

Die FIS habe etwa dem norwegischen Team eine Ausnahmegenehmigung eingeräumt, einen Wachskessel während des Sprint-Vorlaufs im Servicebereich zu nutzen. Das ist eigentlich nicht erlaubt. Die anderen Nationalteams wurden von der FIS nicht über diese Möglichkeit informiert.

Zudem habe das US-amerikanische Nationalteam eine verbotene Flüssigkeit in den Servicebereich mitgebracht. Dabei soll es sich um Wachsentferner gehandelt haben, auch das ist ausdrücklich untersagt. Der US-Servicechef erklärte, er habe die Flüssigkeit nur zum Händewaschen benutzt. Vor allem bei den Anstiegen schienen die Norweger und US-Amerikaner der Konkurrenz überlegen.

Sprint 2026

1NorwegenJohannes Høsflot Klæbo3:39.74m
2USABen Ogden+0.87s
3NorwegenOskar Opstad Vike+6.81s
4FinnlandLauri Vuorinen+11.65s
5TschechienJiri Tuz+18.54s

Newsticker

Alle News anzeigen