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Mi, 04.02. - So, 22.02.

Am Podest vorbeigesprungen

"Gefrusteter" Raimund geht bei Prevc-Show leer aus

Hat kein Wörtchen im Rennen ums Podest mitzureden: Philipp Raimund
Hat kein Wörtchen im Rennen ums Podest mitzureden: Philipp Raimund
Foto: © IMAGO/HMB Media/Marc Niemeyer
14. Februar 2026, 20:44

Philipp Raimund kommt fünf Tage nach Gold nicht über Rang neun hinaus. Der Sieg geht an Topfavorit Domen Prevc.

Philipp Raimund trottete leicht angefressen von dannen, nach einem enttäuschenden Wettkampf hatte sich die Laune des 25-Jährigen dem schlechten Wetter angepasst: Mit Rang neun von der Großschanze hat der Überflieger aus Oberstdorf eine erneute Olympia-Medaille klar verpasst. Während Topfavorit Domen Prevc Gold holte, waren auch die übrigen DSV-Adler chancenlos.

"Logischerweise bin ich jetzt gerade leicht gefrustet", sagte Raimund: "Ich wusste, das Podest wird schwer, weil drei andere klar gezeigt haben, dass sie ziemlich stark unterwegs sind. Aber ich wollte zumindest um die Medaille mitfighten - das ist mir leider nicht ganz gelungen".

Der Raimund flog im Dauerregen von Predazzo auf 131,0 und 136,0 m, mit 277,4 Punkten fehlten ihm umgerechnet gut acht Meter zum Podest. Eine Klasse für sich war Weltmeister Prevc. Der Slowene flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich vor dem Japaner Ren Nikaido das erste Einzel-Gold seiner Karriere, Bronze ging an Kacper Tomasiak aus Polen.

Auch Stefan Horngacher war enttäuscht. "Wir hatten uns schon erhofft, dass wir um eine Medaille mitspringen. Jetzt müssen wir das so hinnehmen", sagte der Bundestrainer. Raimund lag schon nach dem ersten Durchgang nur auf Rang zehn, das Skisprung-Wunder blieb danach aus. "Gold wird deswegen aber nicht blasser", sagte Sven Hannawald in der ARD: "Aber die Schanze hier ist wirklich gnadenlos."

Wellinger empfiehlt sich fürs Super Team

Die übrigen Deutschen lagen teils deutlich zurück. Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger empfahl sich als 15. zumindest für den Platz neben Raimund im Super Team am Montag. Noch dahinter lagen Pius Paschke (24.) und Felix Hoffmann (25.). Es war das schwächste deutsche Olympia-Ergebnis seit 2006, als Michael Neumayer als bester DSV-Adler den elften Rang belegt hatte.

Schon in der Probe hatte sich das schwache Abschneiden angedeutet, als Wellinger auf Rang 18 noch bester deutscher Springer gewesen war. Im Wettkampf lief es dann kaum besser. Einziger deutscher Olympiasieger von der Großschanze bleibt somit Jens Weißflog (1994).

Einen letzten Einsatz hat Raimund in Norditalien noch: Im Super Team geht es am Montag in drei Durchgängen um die Medaillen, jede Mannschaft besteht aus zwei Springern.

Großschanze 2026

1SlowenienDomen Prevc301.80
2JapanRen Nikaido295.00
3PolenKacper Tomasiak291.20
4NorwegenKristoffer Eriksen Sundal288.00
5ÖsterreichJan Hörl286.90

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