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"Da ist schlechte Stimmung"

Experte enthüllt: Norwegisches Biathlon-Team "am Boden"

Bei Norwegens Biathlon-Team kracht es hinter den Kulisse, so Björndalen
Bei Norwegens Biathlon-Team kracht es hinter den Kulisse, so Björndalen
Foto: © IMAGO/Heiko Junge
14. Februar 2026, 12:00
sport.de
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Eigentlich laufen die Olympischen Winterspiele für das norwegische Biathlon-Team mit vier Medaillen nach vier Entscheidung voll nach Plan. Doch hinter den Kulissen brodelt es nach dem Seitensprung-Geständnis von Sturla Holm Laegreid und der Ausbootung von Martin Uldal gewaltig. Ole Einar Björndalen findet deutliche Worte.

"Da ist schlechte Stimmung", stellte die norwegische Biathlon-Legende im Gespräch mit "Sport1" klar. Zusätzlich zu den Nebenschauplätzen während der Spiele, die Laegreid und Uldal zuletzt durch ihre Aussagen aufmachten, beschäftigt auch noch der überraschende Tod von Sivert Bakken kurz vor Weihnachten das Team: "Das ganze Team ist deshalb am Boden. Das ist eine sehr traurige Geschichte."

Dennoch riss sich zumindest das Männer-Team um Einzel-Olympiasieger beim Saisonhighlight bislang zusammen, holte bereits einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze, während die Frauen weiterhin auf die erste Medaille der Spiele warten. Doch auch der sportliche Erfolg könne nach Ansicht von Björndalen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es intern brodelt.

Biathlon: Laegreid "zu 100 Prozent egoistisch"

Dafür macht der 52-Jährige allen voran Laegreid verantwortlich, der am Mittwoch ein irres Seitensprung-Geständnis vor laufender Kamera ablegte. "Das war total zu 100 Prozent egoistisch. Und ich fand das den total falschen Moment", so achtfache Olympiasieger: "Ich bin auch sehr überrascht von so einer Person, von so einem intelligenten Jungen. Er hat das geplant, ich habe keine Sympathie für so eine Entscheidung."

Für zusätzliche Diskussion sorgte dann zuletzt auch noch Uldal, der öffentlich kritisierte, dass er nicht für den Sprint nominiert wurde. "Das kann ich verstehen. Er hat es so verstanden, dass er sich durch den Sprint beim Weltcup qualifizieren muss - nicht über die 20km bei Olympia im Einzel", urteilt der TV-Experte: "Das hat er nicht so versprochen bekommen von seinem Trainer und dann fühlt er sich betrogen."

Laegreid hatte sich mit dem Gewinn der Bronze-Medaille einen Startplatz beim Sprint verdient, wo er ebenfalls auf Rang drei lief.

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