Die NBA hat mit teilweise hohen Geldstrafen auf das offensichtliche Tanking der Utah Jazz und Indiana Pacers reagiert. Commissioner Adam Silver kündigte zudem weitere Maßnahmen an.
Utah wurde durch die Liga mit einer Geldstrafe von 500.000 Dollar belegt, weil die Star-Spieler Lauri Markkanen und Jaren Jackson Jr. jeweils im vierten Viertel der engen Spiele bei den Orlando Magic und Miami Heat auf der Bank gehalten wurden.
Die Pacers müssen 100.000 Dollar zahlen, nachdem sie drei ihrer Starter um Pascal Siakam in einem Spiel gegen die Jazz nicht eingesetzt hatten.
Utah-Coach Will Hardy hatte mit einem klaren "Nein" auf die Frage geantwortet, ob er zumindest überlegt hätte, seine beiden Stars in Miami noch einmal aufs Parkett zurückzubringen. Derart offensichtliches Tanking ging dem Liga-Boss nun scheinbar zu weit.
"Ein derart offenes Verhalten, bei dem die Draft-Position über den Sieg gestellt wird, untergräbt die Basis des Wettbewerbs in der NBA", sagte Silver am Donnerstag. "Und wir werden auf alle weiteren Aktionen, die die Integrität unserer Spiele gefährden, entsprechend reagieren."
Jazz-Eigentümer spottet bei Social Media
Des Weiteren wolle man mit dem Wettbewerbs-Komitee und den Teambesitzern zusammenarbeiten, "um weitere Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Art von Verhalten zu ergreifen", so Silver. Details werden für den Samstag erwartet, wenn der Commissioner im Zuge des All-Star Games vor die Medien tritt.
Utahs Eigentümer Ryan Smith wehrte sich auf Social Media gegen die Behauptungen und bezog sich dabei vor allem auf das Spiel bei den Heat, dass Utah trotz aller Bemühungen, noch zu verlieren, knapp gewonnen hatten (115:111).
"Da bin ich eindeutig anderer Meinung...", schrieb Smith: "Außerdem haben wir in Miami gewonnen und werden dafür bestraft? Das macht Sinn..."
Die Jazz sind nach einer 119:135-Heimpleite gegen die Portland Trail Blazers am Donnerstag das drittschlechteste Team der Western Conference, weisen insgesamt aber nur die sechstschlechteste Bilanz auf (18-38). Um ihren Erstrunden-Pick im äußerst stark besetzten Draft 2026 sicher zu behalten, müssen sie noch zwei der schlechter platzierten Teams "überholen".


































