Nachdem Darts-Weltmeister Luke Littler bereits zum Auftakt der neuen Premier-League-Saison in Newcastle im Viertelfinale die Segel streichen musste, entging "The Nuke" einem erneuten Erstrunden-Aus bei dem prestigeträchtigen Einladungsturnier nur um Haaresbreite. Für den Tagessieg reichte es aber dennoch nicht.
Gegen Ex-Weltmeister und Nummer zwei der Order of Merit, Luke Humphries, lag Luke Littler im Modus Best-of-11-Legs bereits mit 1:4 zurück. Doch mit dem Rücken zur Wand drehte der 19-Jährige auf, zwang "Cool Hand Luke" noch zum Decider - dort ließ "The Nuke" gleich zwei Matchdarts auf der Doppel-15 liegen.
Doch Humphries verpasste es, das Leg mit drei Darts in der Hand zuzumachen - doch auch der Weltmeister von 2024 zeigte ungewohnte Nerven und machte das Spiel nicht zu. Die weiteren Chancen ließ sich Littler nicht nehmen, wendete das zweite Erstrunden-Aus in Folge bei der Premier League mit seinem vierten Matchdart gerade noch ab.
Darts: Price "so gut wie nie zuvor"?
In einem hochklassigen Duell entschied schlussendlich die bessere Doppelquote (35,29 Prozent vs. 22,73 Prozent) zu Gunsten des Teenagers, der er im Halbfinale mit Michael van Gerwen zu tun bekam. Der Niederländer, der bereits den Tagessieg in Newcastle holen konnte, präsentierte sich auch im belgischen Antwerpen in Top-Form.
"Mighty Mike" reichte in der Runde der letzten vier gegen Littler, der nur eine 180er Aufnahme bei einem Average von 95,1 Punkten ins Board nagelte, ein Average von 100,7 aus, um seine erneute Final-Teilnahme mit einem 6:4-Erfolg perfekt zu machen. Dort wartete auf die Nummer vier der Darts-Welt der Waliser Gerwyn Price.
Der "Ice Man" hatte zuvor im Viertelfinale den Engländer Steven Bunting (6:4) ausgeschaltet. Seinem Landsmann Johnny Clayton bezwang er im Decider. Im Finale gegen van Gerwen schnappte sich Price den Tagessieg mit vier 180ern und einem starken Average von knapp 105 Punkten.
"Ich glaube, ich spiele gerade so gut wie nie zuvor. Ich gewinne nur keine Turniere, aber das wird schon noch kommen", gab er anschließend bei "Sky Sports" zu Protokoll: "Wenn ich so weitermache wie bisher, kann ich unmöglich keine Majors, ProTours und European Tour-Events gewinnen. Ich muss nur so oft wie möglich antreten und meine Form halten.

