Auf der Normalschanze konnte sich Philipp Raimund bereits zum Olympiasieger krönen, auf der Großschanze scheint der erneute Gewinn der Goldmedaille wegen Dominator Domen Prevc nahezu. Bei den ersten drei Traininingsdurchgängen zeigte der DSV-Adler allerdings, dass er auch auf dem größeren Bakken ein Wörtchen mitreden kann.
Am Donnerstag zeigte Philipp Raimund drei Tage nach dem Gold von der Normalschanze auch auf der größeren Schanze, dass mit ihm zu rechnen sein wird. In den drei Durchgängen des ersten Trainingstages belegte der 25-Jährige zweimal den zweiten Rang und einmal Platz sechs. Ein Ergebnis, das der DSV-Adler aber noch nicht ganz gefällt.
"Ich merke immer noch hier und da ein paar Fehler, es ist noch ein bisschen mehr drin. Ich bin guter Dinge", erklärte der Olympiasieger von der Normalschanze mit Blick auf die Medaillen-Entscheidung am Samstag (18:45 Uhr/ZDF und Eurosport), schob aber hinterher: "Platz zwei würde ich am Samstag auf jeden Fall nehmen."
DSV-Damen und Paschke mit großen Problemen
Topfavorit und Weltcup-Dominator Domen Prevc sprang der Konkurrenz einmal mehr davon, landete beim dritten Satz erst bei stolzen 143,5 m. In den ersten zwei Durchgängen hatte der Slowene noch kleinere Probleme zu bekämpfen, landete jeweils hinter Raimund. Dort setzten sich der Österreicher Jan Hörl und der Japaner Ren Nikaido durch.
Die anderen drei DSV-Adler zeigten unterdessen, dass sie bis zum Wettkampf um die Medaillen noch einige Hausaufgaben zu erledigen haben. Während Felix Hoffmann mit den Plätzen zehn und fünf zunächst Hoffnung auf ein gutes Resultat am Samstag machte, lief der dritte Durchgang mit Platz 22 nicht gut. Andreas Wellinger zeigte sich zwar konstant, verpasste allerdings die Top 10 (13., 13., 14.).
Routinier Pius Paschke hingegen offenbarte große Schwierigkeiten. Mit seinen Ergebnissen aus den Probedurchgängen (40., 34., 35.) würde er es nicht einmal in den zweiten Durchgang schaffen. Auch bei den DSV-Frauen lief am Donnerstag nicht allzu viel zusammen.
Während die slowenische Topfavoritin Nika Prevc sowie Norwegens Olympiasiegerin Anna Odine Ström einen guten Eindruck hinterließen, war ein achter Rang von Selina Freitag die einzige Top-10-Platzierung der vier deutschen Springerinnen in den drei Durchgängen




