US-Superstar Chloe Kim hat bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien den erhofften historischen Gold-Hattrick in der Halfpipe verpasst. Die Snowboarderin kam beim Olympiasieg der Südkoreanerin Choi Gaon (90,25 Punkte) mit 88,00 Punkten am Donnerstagabend nur auf Rang zwei. Bronze ging an Ono Mitsuki aus Japan (85,00 Punkte).
Kim hätte die erste Snowboarderin mit drei Olympiasiegen bei drei aufeinanderfolgenden Spielen werden können. In der Sportart hat bislang weder bei den Männern noch bei den Frauen ein Athlet beziehungsweise eine Athletin dieses Kunststück vollbracht. Kim war nach ihren Erfolgen in Pyeongchang 2018 und Peking 2022 auch die erste Snowboarderin gewesen, die zwei Goldmedaillen in der Halfpipe gewonnen hatte.
Kim zeigte vor den Augen des US-Rappers Snoop Dogg und Snowboard-Ikone Shaun White im ersten Run eine herausragende Leistung und legte mit 88,00 Punkten vor, während gleich mehrere ihrer Konkurrentinnen stürzten. Bei Schneefall behielt die Athletin mit südkoreanischen Wurzeln im Livigno Snow Park auch nach dem zweiten Lauf die Führung, obwohl sie ihren Versuch diesmal nicht erfolgreich zu Ende bringen konnte. Im dritten Durchgang wurde sie dann von Choi übertrumpft, der nach dem ersten Lauf aufgrund eines schweren Sturzes noch das frühzeitige Aus gedroht hatte.
Kim hatte Anfang Januar noch um ihre Teilnahme an den Spielen gezittert - bei einem Sturz im Training hatte sich die 25-Jährige die Schulter ausgekugelt. Nach ihrem Qualifikationssieg am Mittwoch sagte sie jedoch, dass sich ihre Schulter "wirklich gut" angefühlt habe: "Ich bin stolz, dass ich es so weit geschafft habe", fügte sie an, "wir werden sehen, wie es morgen Abend läuft."
Deutsche Athletinnen hatten sich für die Entscheidung nicht qualifizieren können, wobei Leilani Ettel das Finale als 13. nur um einen Rang verpasste. Schwester Kona wurde 18., Anne Hedrich kam auf Platz 19.




