Die ersten Tage der Formel-1-Tests in Bahrain verliefen für Red Bull nicht ganz nach Plan. Abseits des sportlichen Erfolges des neuen Boliden, fehlt Max Verstappen der Spaß auf der Strecke. Dafür macht der Niederländer die zahlreichen Änderungen im Regelwerk verantwortlich.
Am Donnerstag fragte der Pay-TV-Sender "Sky" bei Max Verstappen nach, ob er auf dem Bahrain International Circuit seinen Spaß gehabt hätte. "Nein, nein, eigentlich gar nicht", antwortete der vierfache Weltmeister deutlich: "Das macht gar keinen Spaß, zu fahren. Ja, was muss ich da eigentlich drüber sagen? Das ist ein wenig wie Formel E auf Steroiden."
Der Superstar aus den Niederlanden vermisse "das originale Formel-1-Gefühl", fügte er in einer Medienrunde hinzu: "Als Fahrer genieße ich es, Vollgas zu geben. Im Moment kann ich das aber noch nicht tun. Diese Autos machen ehrlich gesagt nicht viel Spaß. Ich würde sagen, das richtige Wort ist Management. Vieles, was man als Fahrer tut, hat einen enormen Einfluss auf den Energieverbrauch."
Formel 1 "nicht so aufregend"
Dass er nicht in jeder Kurve Vollgas geben könnte, störe ihn, sagte Verstappen, der am Mittwoch gleich 136 Runden in seinem neuen Flitzer drehen konnte. Das neue Reglement könnte womöglich dazu führen, dass er ernsthaft über einen Abschied aus der Motorsport-Königsklasse nachdenkt - trotz eines Vertrages bei Red Bull bis Ende 2028.
"Wenn das Fahren keinen Spaß macht, denkt man über Alternativen nach", deutete er vielsagend einen Abflug aus der Formel 1 an: "Wenn man schon alles gewonnen hat, bieten sich viele andere spannende Dinge an, die man machen könnte." Erst einmal wolle er aber "mit Leidenschaft" weiterhin in der F1 fahren, legte er nach.
"Ich weiß auch, was für das Team und unseren eigenen Motor auf dem Spiel steht. Und ich sehe die Begeisterung der Menschen. Wenn ich im Auto sitze, gebe ich natürlich immer mein Bestes. Das wissen sie. Aber es ist nicht so aufregend", bilanzierte er vielsagend.


