Die Nicht-Berücksichtigung für das olympische Sprint-Team hat bei Norwegens Biathlon-Star Martin Uldal für mächtig Frust gesorgt. Zwischen ihm und den Verantwortlichen herrscht seitdem Funkstille.
Kein Sprint, keine Verfolgung, stattdessen nur eine gehörige Portion Frust: Martin Uldal hat seine Nicht-Nominierung durch den norwegischen Biathlonverband für die kommenden Olympia-Rennen bereits am Mittwoch mit deutlichen Worten kritisiert. Er fühle sich von den Verantwortlichen betrogen, polterte er im "Verdens Gang"-Interview.
Gegenüber "NRK" legte er einen Tag später nach - und das nicht weniger angefressen. Er fühle sich immer noch betrogen, "weil ich nach den Unterhaltungen und Nachrichten vor den Olympischen Spielen den Eindruck bekommen habe, dass ich zum Team gehören würde, wenn die Dinge so laufen, wie sie jetzt gelaufen sind", schilderte er seine Sicht der Dinge.
"Das ist, was es so verrückt und schwer macht"
Weil es eben anders kam, ist er nicht nur enttäuscht, sondern auch sauer. Gesprochen habe er sei seiner Ausbootung mit keinem Verantwortlichen, verriet er. "Nein. Ich denke, dass das auch schwierig wird. Aber ich muss einfach versuchen, es hinter mir zu lassen und nach vorne zu schauen. Egal, wie schlecht es sich auch anfühlt, ich muss es auf ein Minimum reduzieren. Aber viel Spaß werde ich wahrscheinlich nicht mehr haben", sagte Uldal.
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Letztlich sei sein olympischer Traum zerstört worden. "Das ist, was es so verrückt und schwer macht."
Der norwegische Verband wollte sich den Schwarzen Peter in der ganzen Angelegenheit schon am Mittwoch nicht zuschustern lassen. Teammanager Per Arne Botnan gab zu Protokoll, dass mit den Athletinnen und Athleten schon vor Beginn der Spiele abgesprochen war, dass Ergebnisse bei Olympia den Auswahlprozess für weitere Rennen beeinflussen. Genau das wurde Uldal am Ende zum Verhängnis, da er im Einzel nur auf dem 13. Platz landete.





