Die Suche nach einem neuen Skisprung-Bundestrainer und Nachfolger für Stefan Horngacher läuft auf Hochtouren. Bis "Mitte/Ende März" will der DSV laut Sportchef Horst Hüttel einen Nachfolger vorstellen. Der zuletzt gehandelte Star-Coach Alexander Stöckl, der lange erfolgreich die norwegischen Skispringer trainierte, wird es wohl aber nicht.
"Das sind nur Spekulationen. Ich habe keine Pläne für eine Rückkehr", kommentierte der Österreicher die Spekulationen um seine Person auf Nachfrage von "t-online". Die norwegische Tageszeitung "Dagbladet" hatte zuvor vermeldet, der 52-Jährige befinde sich in konkreten Gesprächen mit dem Deutschen Ski-Verband über den Bundestrainer-Job.
Stöckl wird ein sehr gutes Verhältnis zu Hüttel nachgesagt, auch zu einem Treffen der beiden wegen des freiwerdenden Jobs als deutscher Skisprung-Bundestrainer soll es bereits gekommen sein. Die Personalie sei bei Olympia hinter den Kulissen ein großes Tuschel-Thema, hieß es in dem Bericht. Auf Anfrage von "Dagbladet" hatte Stöckl die Gerüchte zunächst nicht dementiert.
Skispringen: DSV-Boss hatte Einigung bereits dementiert
Zuletzt hatte allerdings aber auch der DSV verlauten lassen, dass zumindest die kolportierte Einigung mit dem Österreicher nicht erzielt ist. "Das kann ich dementieren, dass es eine Einigung gibt", sagte Hüttel dem SID am Dienstagmorgen in Val di Fiemme. "Der Gesprächsprozess" mit möglichen Kandidaten laufe, betonte der DSV-Funktionär, "wir wollen hier aber den Fokus auf die Olympischen Spiele legen."
Stöckl coachte zwischen 2011 und 2024 die norwegischen Skispringer, wechselte anschließend als Sportdirektor zum polnischen Verband. Dieses Engagement dauerte aber nur rund ein halbes Jahr, unter anderem, weil Stöckl mit Verbandschef Adam Malysz nicht klarkam. Derzeit ist Stöckl Berater in Kasachstans Mannschaft.
Dass Stefan Horngacher seinen Posten als Bundestrainer räumt, steht bereits seit Ende Oktober fest.



