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Promoter kündigt Kampf in Deutschland an

WBC trifft Entscheidung über Usyk gegen Kabayel

Agit Kabayel soll im Mai wieder in Deutschland kämpfen
Agit Kabayel soll im Mai wieder in Deutschland kämpfen
Foto: © IMAGO/Moritz Mueller
12. Februar 2026, 23:45
sport.de
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Agit Kabayel drängt auf einen Kampf gegen Schwergewichts-König Oleksandr Usyk, wird sich aber wohl weiter gedulden müssen. Immerhin aber fällt der Verband WBC endlich eine Entscheidung zugunsten des Deutschen. Kabayels Promoter rollt derweil einen Fahrplan aus und kündigt ein weiteres Box-Event in Deutschland an. 

Agit Kabayel soll nach seinem erfolgreichen "Homecoming" am 10. Januar in Oberhausen auch den nächsten Kampf vor heimischer Kulisse bestreiten. Das verriet Kabayels Promoter Frank Warren der Box-Bibel "The Ring".

"Wenn man lange zurückgeht, hat es in Deutschland immer eine große Liebe für das Boxen gegeben und jetzt haben sie einen Helden", spielte Warren auf den deutschen Box-Boom früherer Tage an. Kabayel habe die Rudolf-Weber-Arena gegen den polnischen Riesen Damian Knyba in "etwas mehr als einem Tag ausverkauft. Er kämpft im Mai und nächstes Mal wird der Schauplatz noch größer sein."

Warrens Sohn George hatte dem Deutschen nach dessen Sieg über Knyba bereits einen Stadionkampf in Aussicht gestellt. Dass Kabayel dabei Wunschgegner Oleksandr Usyk vor die Fäuste bekommt, ist eingedenk Frank Warrens Fahrplan nahezu ausgeschlossen.

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

Usyk plant einen Kampf in den USA. US-Medien spekulieren über ein sportlich äußert fragwürdiges Duell mit Ex-Weltmeister Andy Ruiz (der zuletzt 2024 im Ring stand). Der Ukrainer würde danach sicher erst wieder im Herbst oder Winter boxen. Kabayel ist als WBC-Interims-Champion Pflichtherausforderer des Schwergewichts-Königs und auch im "Rotationssystem" der vier großen Verbände als nächstes an der Reihe.

WBC-Boss mit absurder Erklärung zu Usyk vs. Kabayel

Usyk habe eine freiwillige Titelverteidigung beim WBC beantragt, sagte WBC-Boss Mauricio Sulaiman dem US-Journalisten Chris Mannix. Der Verband sei dem "üblichen" Wunsch nachgekommen. Geradezu absurd klingt die Begründung des Mexikaners: "Agit Kabayel war nicht verfügbar, weil er einen Kampf im Januar hatte."

Der 33-Jährige aus Bochum drängt seit geraumer Zeit auf den Kampf gegen Usyk. Bisher hat der WBC aber keinen Druck auf Usyk gemacht, den grün-goldenen Gürtel gegen Kabayel zu verteidigen. Der betont indes gebetsmühlenartig jederzeit bereit zu sein. Die Lager der Boxer stehen nach sport.de-Informationen in Austausch.

Immerhin ordnete Sulaiman an, dass Usyk den Titel nach seiner freiwilligen Titelverteidigung gegen Interims-Meister Kabayel aufs Spiel setzen müsse. "So ist die Entscheidung."

Die Regeln des WBC sind erfahrungsgemäß allerdings biegsam. Sollte Usyk im Herbst eine finanziell attraktive Option haben - etwa die Trilogie gegen Comebacker Tyson Fury - ist nicht auszuschließen, dass den Funktionären etwas einfällt, um die Pflichtverteidigung zu verschieben. Macht der Verband indes ernst wie von Sulaiman angekündigt, muss sich der Ukrainer Kabayel stellen oder er verliert den Titel. Kabayel könnte dann am Grünen Tisch Weltmeister werden.

Für den Warren genannten Kampfzeitraum Mai bleibt dem "Leberking" aus dem Ruhrpott somit zunächst wohl nur ein weiterer Zwischenkampf. Echte Alternativen zu Usyk gibt es nicht, da WBO-Weltmeister Fabio Wardley im Frühjahr offensichtlich gegen Ex-IBF-Titelträger Daniel Dubois zu einem britischen Box-Kracher antritt. 

Als wahrscheinlichster Kabayel-Gegner gilt Lawrence Okolie. Der frühere Cruisergewichts-Weltmeister aus England belegt in der WBC-Rangliste Rang eins. Der Kampf könnte in Kabayels Heimat Bochum im Ruhrstadion "anne Castroper" stattfinden.

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