Das olympische Einzel war für Anamarija Lampic schon vorbei, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Die slowenische Biathletin stand bei ihren ersten beiden Schießeinlagen völlig neben sich und verballerte sämtliche Chancen auf eine Top-Position. Darüber sprechen wollte sie anschließend nicht.
Anamarija Lampic erlebte am Mittwoch einen Tag zum Vergessen. Die Slowenin ging mit großen Hoffnungen in das olympische Einzel. Nach vier (!) Strafminuten im ersten Liegendanschlag war das Rennen für sie jedoch schon so gut wie vorbei. Nach zwei weiteren Fehlschüssen beim zweiten Schießen war ihr persönliches Debakel vorzeitig perfekt. Letztlich landete sie mit ach Strafminuten auf dem 75. Platz.
"Ich werde die ersten beiden Schießen nicht kommentieren. Das habe ich mir schon während des Rennens gesagt", äußerte sich die ehemalige Weltklasse-Langläuferin nach ihrem Zieleinlauf angefressen.
Nach dem zweiten Schießen habe sie das Einzel mehr als Trainingseinheit für den Sprint betrachtet. "Und die zweite Hälfte war erfolgreich für mich, außer dass ich mit dem Spannschieber an meinem Gewehr Probleme hatte und ein weiteres Mal vorbeigeschossen habe, weil sich was verhakt hat und sich der Schuss aus Versehen gelöst hat", schilderte die 30-Jährige.
Lampic erlebt "ein Desaster"
Abschließend fasste Lampic zusammen: "Die erste Hälfte des Rennens war ein Desaster. Ich werde nicht mal versuchen zu erklären, was ich gemacht habe. Aber mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden. Das werde ich mitnehmen und dieses Gefühl in das Sprint-Rennen übertragen."
Kleiner Trost für die Slowenin: In der Loipe präsentierte sie sich schon fast wieder wie die Alte. Zwar verbuchte sie hier "nur" die sechstbeste Laufzeit, angesichts ihrer gesundheitlichen Probleme in den letzten Wochen war es dennoch ein guter Schritt nach vorne.
"Ich bin weit von meiner Östersund-Form entfernt. Das war unglaublich gut. Ich weiß also, wie es sich anfühlt, in guter Form zu sein, wenn dir alles leicht vorkommt und du nicht so leidest wie ich heute. Die Strecke war heute schlechter als in den letzten Tagen, die Bedingungen waren fordernd. Aber wir hatten gute Skier und ich kann mich über unseren Service nicht beklagen", hob Lampic immerhin das gute Material hervor.




