Die Olympischen Spiele 2026 sind für Anamarija Lampic zu einem wahren Albtraum geworden. Zwei Mal ging die Slowenin an den Start, beide Male zeigte sie die vielleicht schlechtesten Rennen ihrer Biathlonkarriere. Nach dem Sprint am Samstag rechnete sie schonungslos mit sich selbst ab.
"Das ist der Tiefpunkt meiner Sportkarriere", sagte die völlig am Boden zerstörte Lampic gegenüber slowenischen Medien, nachdem sie am Samstag im olympischen Sprint nur 78. geworden war. "Ich würde gerne in ein Flugzeug steigen, an irgendeinen Strand fliegen und alles vergessen."
Lampic hatte sich ihren Sprint wie auch zuvor das Einzel am Schießstand zerstört. Im ersten Olympia-Rennen leistete sie sich acht Fehler, im zweiten sechs. Selbst für eine wackelige Schützin wie die ehemalige Langläuferin eine inakzeptable Vorstellung. "Ich habe auf ein Wunder gehofft, ich habe auch daran geglaubt, aber es ist nicht eingetreten", fasste sie ernüchtert zusammen.
Lampic verliert am Schießstand den Kopf
Was Lampic bei Olympia zum Verhängnis wurde, war in erster Linie ihre gestörte Vorbereitung. Aufgrund diverser Erkrankungen hatte sie seit dem Saisonstart rund einen Monat Trainingsrückstand aufgebaut. "Und das fühle ich", sagte sie. "Meine ganze Saison ist schlecht. Ich bin nicht gut und die Dinge laufen nicht gut. Aber es gibt keine Wunder", sagte sie angesichts ihrer niederschmetternden Olympia-Resultate.
Letztlich habe sie ihre persönliche Olympia-Vorbereitung in nur eineinhalb Wochen durchziehen müssen.
"Vielleicht habe ich es dabei übertrieben und das ist der Grund, warum mein Rücken schmerzt. Ich habe versucht entspannt zu sein und es zu genießen, aber das Schießen funktioniert nicht und ich weiß nicht, warum. Vielleicht bin ich vom Laufen so erschöpft, dass ich am Schießstand den Kopf verliere. Es ist offensichtlich, dass alles zusammengebrochen ist", erklärte die eigentlich als Frohnatur bekannte Lampic.




