Vanessa Voigt hat am Mittwoch im olympischen Biathlon-Einzel trotz einer fehlerfreien Schießleistung eine zweite Medaille knapp verpasst. Um den Fokus nicht zu verlieren, zog sie nun die digitale Reißleine.
In den sozialen Netzwerken wird man von Vanessa Voigt für den Rest der Olympischen Winterspiele nichts mehr sehen. Die 28-Jährige verordnete sich nach der knapp verpassten Bronzemedaille im Biathlon-Einzel von Antholz eine Social-Media-Pause.
"Wir sehen/hören uns nach Olympia. Hier wird es jetzt ruhig - mein Fokus liegt woanders. Die Menschen, die wirklich zählen, wissen, wie sie mich erreichen", schrieb die Thüringerin in einem Beitrag bei Instagram. Der Rückzug sei auch eine Reaktion auf erneut aufkeimende Kritik an ihren Leistungen.
Biathletin Voigt kämpferisch: "War erst die zweite Medaillenchance"
"Während viele wieder kritisch über meine Laufzeit und Schießzeiten sprechen, stehe ich hier – und bin verdammt stolz. Denn kaum jemand redet über den Leistungs- und Trainingsrückstand, der entsteht, wenn ein Großteil einer vorolympischen Weltcupsaison wegbricht", schrieb sie: "Natürlich zählen bei Großereignissen wie Olympia am Ende nur Medaillen. Aber ich weiß, was es gebraucht hat, um überhaupt hier zu stehen."
Sie habe es "geschafft, genau am Saisonhöhepunkt meine beste Leistung zu zeigen". Zudem seien die Winterspiele längst "noch nicht vorbei. Das war erst die zweite Medaillenchance". Bei der ersten hatte sie mit der deutschen Mixed-Staffel die Bronzemedaille gewonnen.
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Am Mittwoch fehlten Vanessa Voigt trotz fehlerfreier Schießleistung letztlich 12,9 Sekunden zu Platz drei und dem nächsten Edelmetall. In der "ARD" hatte sie nach dem Rennen gesagt: "Klar, es sind wieder diese ewigen Themen, Laufzeit, Schießzeit, ich werde es jetzt schon wieder hören im Internet, wie es wieder drunter und drüber geht."







