Biathlon-Olympiasiegerin Julia Simon blickt auf turbulente Monate zurück. Die französische Skijägerin will hinter die Kreditkarten-Affäre einen Haken machen, wie sie kurz nach ihrem Triumph im Einzel deutlich machte.
Den Biathlon-Saisonstart im Weltcup verpasste Simon gesperrt, bei den Olympischen Winterspielen in Italien stand die 29-Jährige am Mittwoch ganz oben auf dem Podest. Die Französin triumphierte im Einzel mit einem Schießfehler vor Teamkollegin Lou Jeanmonnot (2 Fehler/ +53.1 Sekunden) sowie Lora Hristova (0 Fehler/ +1:04.50 Minuten) aus Bulgarien.
"Ich war seit Beginn dieser Spiele überhaupt nicht gestresst, es ist unglaublich. Ich habe riesigen Spaß, ich genieße es total. Ich bin einfach hier, um mich zu amüsieren und mein Bestes im Biathlon zu geben", erklärte Simon gegenüber "Eurosport" ihre Erfolgsformel.
Biathlon-Olympiasiegerin zum Saisonstart noch gesperrt
Hinter der französischen Skijägerin liegen bewegte Monate. Den Biathlon-Saisonauftakt im schwedischen Östersund verpasste Simon aufgrund einer Sperre, die sie im Zuge der vielbeachteten Kreditkarten-Affäre erhalten hatte.
"Ich danke meiner Familie, meinen Eltern, meinen Schwestern, meinen Freunden, die mich nie aufgegeben haben. Niemals. Ihnen verdanke ich es, dass ich heute hier bin", sagte Simon nach ihrem Olympiasieg.
Die zehnmalige Weltmeisterin wünscht sich nach ihrer rechtskräftigen Verurteilung sowie der abgesessenen Sperre eine zweite Chance. "Ich habe gestern Abend wieder Dinge gelesen, die mir nicht gefallen haben. Ich glaube, ich muss niemandem mehr etwas beweisen, und jetzt möchte ich einfach nur meinen Biathlon machen", sagte Simon.
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Die frischgebackene Biathlon-Olympiasiegerin beteuerte: "Das Thema ist im Team abgehakt, wir haben miteinander gesprochen."
Die französische Mannschaft sei bei Olympia, "um Medaillen zu gewinnen, um Biathlon zu machen. Ich denke, das haben wir heute bewiesen. Deshalb bitte ich die Medien und die Öffentlichkeit, es uns gleichzutun. Das würde jeder sehr begrüßen", so Simon weiter.






