Die Bulgarin Lora Hristova sorgt bei den Olympischen Winterspielen mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Biathlon-Einzel für eine Sensation. Im Ziel wird die 22-Jährige wenig verwunderlich höchst emotional.
"Ich bin sprachlos. Ich bin überglücklich", bejubelte Hristova im Gespräch mit dem bulgarischen Sender "BNT" ihre olympische Bronzemedaille im Biathlon-Einzel.
Die 22-Jährige traf am Mittwochnachmittag in Antholz alle 20 Schüsse und reihte sich dadurch hinter den beiden Französinnen Julia Simon (1 Fehler) sowie Lou Jeanmonnot (2 Fehler/ +53.1 Sekunden) auf dem Podest ein.
Hristova gelang über die 15 Kilometer lediglich die 34. beste Laufzeit. Dank ihrer perfekten Vorstellung am Schießstand fehlten ihr insgesamt aber nur 1:04.50 Minuten auf Olympiasiegerin Simon.
"Ich wusste die ganze Zeit, wo ich stand", verriet Hristova und führte aus: "Ich habe versucht, nicht darüber nachzudenken, mich auf den Wettkampf und das Schießen zu konzentrieren, ich habe nur daran gedacht, wie ich die Elemente des Schießens und die Technik beim Laufen richtig ausführen kann."
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Platz 73 im Biathlon-Gesamtweltcup
Ihr dritter Platz im Olympia-Einzel ist eine waschechte Biathlon-Sensation. Denn: Im Gesamtweltcup rangiert Hristova nur auf der 73. Position. Die Bulgarin lief in einem Weltcup-Rennen noch nie in die Top 10. Dafür sorgte die junge Skijägerin jetzt bei Olympia in Italien für einen Paukenschlag.
"Ich habe Selbstvertrauen, ich weiß, dass ich gut schießen und gut laufen kann. Und ich bin froh, dass ich meine Bestform erreichen konnte, denn zu Beginn der Saison ging es mir nicht besonders gut", erklärte Hristova kurz nach ihrem Einzel-Coup.
"Ich möchte mich beim gesamten Team, den Wachsern, den Trainern, den Masseuren, dem gesamten Verband und den Fans bedanken, die uns unterstützen", sagte die frischgebackene Bronzemedaillen-Gewinnerin zudem.





