Lewis Hamilton durfte bei den Formel-1-Tests als Erster der beiden Ferrari-Piloten am Mittwoch über die Piste in Bahrain brettern. Der Altmeister findet die neuen Renner zwar spaßig, hat aber durchaus einen Kritikpunkt.
Die Formel 1 schlägt in Bahrain auf. Von Mittwoch bis Freitag findet die erste Rutsche der Winter-Tests statt. Mit Spannung blicken alle Teams, Experten und Fans auf die ersten offiziellen Test-Runden mit den neuen Boliden.
Nach der Vormittagssession gewährte Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton Einblick in die Fahrweise mit den neuen Autos.
Sein erstes Fazit: Der Brite findet die neuen 2026er‑F1‑Autos zwar sehr spaßig zu fahren. Allerdings kritisierte er, dass sie sich deutlich langsamer anfühlen als zuvor. Hamilton vergleicht die Autos sogar mit Formel-2-Wagen.
Die neuen Ground‑Effect‑Autos hätten "viel weniger Downforce", erklärte Hamilton. Sie seien "kürzer, leichter und leichter abzufangen", was sie fahrerisch unterhaltsam mache. Es fühle sich langsamer an als Formel-2-Autos, sagte Hamilton weiter. "Es macht ziemlich viel Spaß, es ist wie Rallyefahren. Ja, ich glaube, wir sind momentan langsamer als die GP2, oder? Ich meine, es fühlt sich jedenfalls so an."
Ist der neue Wagen langsamer als ein F2-Wagen?
In die gleiche Kerbe hatte nach dem Shakedown in Barcelona schon Weltmeister Lando Norris gehauen.
Dem Praxistest hält der Vergleich indes nicht stand: Die schnellste Zeit von Max Verstappen am Vormittag lag deutlich unter der F2-Pole-Zeit aus dem Vorjahr. Hamilton war eine Sekunde langsamer als Verstappen.
Hamilton führte aus, dass es in Bahrain sehr windig und heiß gewesen sei. Daher sei der Ferrari schlechter auf dem Asphalt gelegen als beim Shakedown in Barcelona. Alle Teams hätten Mühe, das richtige Setup‑Fenster zu finden.
Zudem seien Reifendruck, Aero‑Paket, Fahrzeughöhe und mechanische Balance noch nicht optimiert. Das Auto wollte er daher noch nicht endgültig bewerten.
Er betonte, dass es noch "sehr früh" sei. "Mit dem Basisfahrzeug, das wir haben, versuchen wir immer noch, verschiedene Dinge zu testen. Wir versuchen immer noch, das optimale Arbeitsfenster zu finden."


