Beim Auftakt zur neuen Saison der Darts Premier League musste sich Luke Littler in der Neuauflage des WM-Finals bereits im Viertelfinale dem Niederländer Gian van Veen geschlagen geben. Der ehemalige PDC-Profi Matt Edgar glaubt zwar nicht, dass "The Nuke" noch oft früh scheitern wird, sieht in den kurzen Partien aber eine Chance für die Konkurrenz.
"Er ist bei der ProTour verwundbar", erklärte der Engländer im Gespräch mit "OLBG" und fügte hinzu: "Es ist das gleiche, kurze Format wie bei der Premier League. Luke hat dort Schwierigkeiten. Wir haben schon beim World Matchplay gesehen, wie er manchmal mit 5:0 in Rückstand geraten ist."
Bei Major-Turnieren könnte der Weltmeister solche verkorksten Starts noch wett machen, auf der Pro Tour und in der Premier League gehe das aber nicht. "Wir haben gesehen, wie er gegen Gerwyn Price mehrere Sätze zurücklag und dann wieder aufholte. In der Premier League hat er keine Zeit dafür", warnte ihn Edgar.
Darts: Luke Littler "nicht mehr ganz so dominant"?
Er glaube zwar nicht, dass Littler - egal ob Pro Tour oder Premier League - "weiterhin die Spiele der ersten Runde verlieren wird", aber: "Vielleicht werden wir hier sehen, dass Luke gerade bei diesen Turnieren nicht mehr so dominant ist." Sechs gewonnene Legs reichen bei der Pro Tour, um die erste Runde zu überstehen.
Ebenso viele Spiele müssen auch bei der Premier League gewonnen werden, wo Littler zum Auftakt in Newcastle dem Vize-Weltmeister Gian van Veen mit 4:6 unterlag. "Es war der erste Abend – war es ihm wirklich wichtig? Ja, er wollte wahrscheinlich gewinnen, aber es gibt auch dieses Unterbewusstsein, in dem er weiß, dass es nicht so wichtig ist", spielte Edgar die Bedeutung des frühen Aus herunter.
Die ersten Punkte der Premier-League-Saison will der 19-Jährige am Donnerstag beim zweiten Spieltag sammeln. Dann geht's für "The Nuke" vor rund 20.000 Zuschauern im belgischen Antwerpen zum Auftakt gegen Luke Humphries.


