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Mi, 04.02. - So, 22.02.

US-Snowboarder mit deutlichen Worten in Trump-Debatte

Gewann in Peking 2022 Gold: Nick Baumgartner mit Lindsey Jacobellis. (Archivbild)
Gewann in Peking 2022 Gold: Nick Baumgartner mit Lindsey Jacobellis. (Archivbild)
Foto: © Gregory Bull, dpa
11. Februar 2026, 06:51

Mit einem zweiminütigen Monolog und gegen Ende brüchiger Stimme hat Snowboardcross-Olympiasieger Nick Baumgartner emotional auf die Spannungen zwischen US-Sportlern und Präsident Donald Trump reagiert. In dem Statement bei einer Pressekonferenz rief er zum Zusammenhalt in den USA auf und hielt eine Liebeserklärung an sein Land.

"Ich bin stolz und fühle mich geehrt, die Möglichkeit zu haben, die Vereinigten Staaten auf der größten Bühne zu repräsentieren", sagte der 44 Jahre alte Routinier, der zum fünften Mal an den Winterspielen teilnimmt und 2022 Gold im Team gewann. "Sport gibt uns eine einzigartige Möglichkeit und eine Plattform, um Menschen zusammenzubringen. Menschen mit verschiedenen Hintergründen, mit verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Meinungen."

Im Rahmen der Olympischen Spiele in Italien gab es bereits mehrfach Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump - besonders mit Blick auf die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten. Auch mehrere US-Athleten hatten sich kritisch über die politische Lage in ihrer Heimat geäußert. 

Ski-Freestyler Hunter Hess hatte erklärt, dass es in ihm "gemischte Gefühle" hervorrufe, derzeit die USA zu vertreten. "Nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert", sagte der 27-Jährige. Nachdem Trump ihn daraufhin als "Loser" bezeichnet hatte, stellte Hess via Instagram klar, dass er sein Land liebe.

Notizen im Handy für Rede

Mitten in seinem Monolog zögerte Baumgartner für einen Augenblick und zückte sein Handy. Er habe sich Notizen gemacht und wolle auch ja nichts vergessen, erklärte er. 

"Ich habe die Möglichkeit bekommen, die Welt zu bereisen und meinen Traum zu verfolgen, nicht wahr?", fragte Baumgartner und fügte an: "Und mit dieser Freiheit geht auch Verantwortung einher. Eine Verantwortung, die ich sehr ernst nehme. Ich möchte noch hinzufügen, dass das Beste an jeder meiner Reisen die Rückkehr in das meiner Meinung nach großartigste Land der Welt ist - die Vereinigten Staaten von Amerika." Mit zunehmend brüchiger Stimme sagte er zum Ende seines Statements, dass er alles tun werde, "um alle daheim stolz zu machen."

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