Mit dem Gewinn der Silbermedaille hat Kacper Tomasiak auf der Normalschanze bei Olympia 2026 für eine dicke Überraschung gesorgt. Skisprung-Legende Adam Malysz reagierte begeistert.
Mit gerade einmal 19 Jahren schaffte es Tomasiak am Montagabend bei seinem Olympia-Debüt direkt auf den zweiten Platz. Der polnische Skispringer musste sich in Predazzo lediglich DSV-Adler Philipp Raimund geschlagen geben.
"Langsam begreife ich es", reagiert Malysz bei "Eurosport". Der viermalige Gesamtweltcupsieger arbeitet inzwischen als Präsident des polnischen Skiverbands. Malysz hatte während seiner aktiven Karriere drei Silbermedaillen und einmal Bronze bei Olympischen Winterspielen gewonnen. Am Montagabend trat Tomasiak in seine Fußstapfen.
"Ich war unter den Fans und habe mit ihnen zugeschaut. Zuerst konnten wir es nicht glauben. Als ich jedoch sah, wie stark Kacper ist, wurde mir langsam klar, dass es eine Chance gibt", verriet Malysz.
Skisprung-Legende erklärt Tomasiaks Stärke
Tomasiak hatte nach dem ersten Durchgang den vierten Platz belegt. Im Finale sprang der Youngster dann 107 Meter und teilte sich hier mit dem Schweizer Gregor Deschwanden die Bestweite. Einzig Gold-Adler Raimund konnte sich noch an Tomasiak vorbeischieben.
"Er ist ausgeglichen und hat eine sehr starke Psyche. Das ist wichtig. Fast jeder junge Sportler stößt irgendwann auf eine gewisse Grenze und kann damit nicht umgehen. Kacper ist in dieser Hinsicht absolut top", schwärmte Malysz von Tomasiak.
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Laut dem ehemaligen Vierschanzentourneesieger ist der Silber-Coup von der Normalschanze immens wichtig für das polnische Skispringen.
"Als wir uns umarmten, sagte ich Kamil Stoch, dass wir einen weiteren Nachfolger haben. Das ist sehr wichtig. Wenn ein Athlet seine Karriere beendet, muss etwas nachkommen", sagte Malysz. Stoch - dreimaliger Olympiasieger - beendet nach dieser Saison seine Laufbahn im Skispringen.







