Die Langlauf-Wettbewerbe der Olympischen Spiele haben ihren ersten großen Aufreger. Nach der Sprint-Qualifikation am Dienstagmorgen wurden die beiden südkoreanischen Läuferinnen Eui Lee und Sa-som Han disqualifiziert. Der Grund: Sie hatten ihre Skier mit einem nicht genehmigten Wachs präpariert.
Wie die FIS-Weltcup-Koordinatorin Doris Kallen am Montag nach der Qualifikation zum Sprint-Rennen der Frauen mitteilte, wurden die beiden Südkoreanerinnen Eui Lee und Sa-som Han disqualifiziert, weil an ihren Skiern Fluor-Spuren nachgewiesen wurden. Die Verwendung von fluorhaltigem Wachs ist bereits seit mehreren Jahren verboten.
"Da gibt es nicht viel zu sagen", erklärte Kallen gegenüber der schwedischen Zeitung "Expressen". Welche Fluor-Werte an den Skiern bei der Prüfung festgestellt wurden, wisse sie nicht. Offensichtlich schlug das Messgerät aber an. Beide Läuferinnen wurden daraufhin aus der Wertung genommen und offiziell disqualifiziert.
Langlauf-Duo schlüpft durch erste Material-Kontrolle
Die Skier werden bei den Langlauf-Wettbewerben sowohl vor dem Start als auch nach dem Zieleinlauf getestet. "Es ist möglich, dass sie bei der Kontrolle im Zelt [vor dem Rennen] schon einen Hinweis auf Fluor hatten, aber sie trotzdem laufen gelassen und [während des Rennens] weitere Tests durchgeführt haben", schilderte die Offizielle, warum das Duo nicht schon vor dem Start aus dem Rennen genommen wurde.
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Eins schloss Kallen darüber hinaus aus: Dass Lee und Han sich ihre Skier während des Rennens mit Fluor verunreinigt haben. "Das ist komplett unmöglich. Es muss schon auf den Skiern gewesen sein, bevor sie losgelaufen sind", stellte sie unmissverständlich fest.
Ob den beiden Südkoreanerinnen nun über die Disqualifikation hinaus weitere Strafen drohen, ist noch unklar. Das Sprint-Finale der besten 30 hatten sie ohnehin verpasst.





