Formel-1-Rennstall McLaren will seine beiden Piloten Lando Norris und Oscar Piastri auch in der Anfang März beginnenden Saison frei gegeneinander fahren lassen. Vorwürfe um eine angebliche Ungleichbehandlung wies Teamchef Zak Brown entschieden zurück.
Wurde Oscar Piastri in der vergangenen Saison im so engen WM-Kampf von seinem eigenen Rennstall benachteiligt? Vor allem aus dessen australischer Heimat keimte harsche Kritik an McLaren auf, sogar im Parlament wurde die (Verschwörungs-)Theorie aufgeworfen - zum völligen Unverständnis von Teamchef Zak Brown.
Der US-Amerikaner wies am Montag im Zuge der Präsentation des neuen Autos erneut alle Vorwürfe von sich und seinem Team, Lando Norris gegenüber Oscar Piastri bevorzugt zu haben. "Oscar bekommt von uns eine faire Chance. Wir müssen kühlen Kopf bewahren und konzentriert bleiben", forderte Brown.
Brown schießt gegen Kritiker: "Einfach lächerlich"
"Es ist schade, dass Leute so etwas im Parlament äußern", ärgerte sich der McLaren-Verantwortliche: "Es kann frustrierend sein, wenn manche Leute, unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit, sehr uninformiert sind. Die Aussagen, die herumschwirren, sind einfach lächerlich."
Der Senator Matt Canavan hatte seine Besorgnis über die Behandlung von Piastri beim Rennstall geäußert, nachdem das Team in Katar bei der Boxenstrategie patzte und dem Pole Setter den möglichen Sieg verbaute.
Gleich zu Beginn der neuen Saison gastiert die Formel 1 in Australien. Auch in Melbourne, so Brown, werden die beiden Piloten "frei fahren", stellte er klar. Allerdings könnte sich die Strategie auch im Saisonverlauf ändern: "Wir werden Rennen für Rennen entscheiden, wie wir Situationen handhaben. Denn genauso wie ein Rennauto entwickeln wir uns auch immer weiter. Viele Änderungen wird es nicht geben. Sie dürfen immer noch frei fahren und wir werden weiter strategisch und intelligent bleiben."



