Wer beerbt Stefan Horngacher als Bundestrainer? Am Rande der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo brodelt die Gerüchteküche im deutschen Skispringen. In einem Medienbericht ist gar von einer "Bombe" die Rede.
Wie das norwegische "Dagbladet" berichtet, könnte der Horngacher-Nachfolger nämlich bald feststehen - und Alexander Stöckl heißen.
Dem 52-Jährigen wird ein sehr gutes Verhältnis zu DSV-Sportdirektor Horst Hüttel nachgesagt, auch zu einem Treffen der beiden wegen des freiwerdenden Jobs als deutscher Skisprung-Bundestrainer soll es bereits gekommen sein. Die Personalie sei bei Olympia hinter den Kulissen ein großes Tuschel-Thema, heißt es.
Und: Stöckl dementierte die Gerüchte gegenüber "Dagbladet" zumindest nicht.
Auf die ihm von dem Blatt übermittelten Fragen, ob er vom DSV kontaktiert worden sei und sich den Trainerjob in Deutschland vorstellen könne, antwortete der Österreicher: "Kein Kommentar. Viel Spaß bei Olympia!"
Stöckl coachte zwischen 2011 und 2024 die norwegischen Skispringer, wechselte anschließend als Sportdirektor zum polnischen Verband. Dieses Engagement dauerte aber nur rund ein halbes Jahr, unter anderem, weil Stöckl mit Verbandschef Adam Malysz nicht klarkam.
Skispringen: Das sagt Hüttel zum Horngacher-Nachfolger
Dass Horngacher seinen Posten als Bundestrainer räumt, steht bereits seit Ende Oktober fest.
Hüttel hatte vor der Abreise zu den Olympischen Winterspielen erklärt, die Nachfolgersuche sei inzwischen "deutlich weiter", allerdings sei die Entscheidung "wirklich noch nicht fix und schon gar nicht spruchreif".
Es sei sehr gut möglich, dass "der neue Bundestrainer in Predazzo an der Schanze stehen wird", offenbarte Hüttel allerdings. Er könne aber noch nicht verraten, "in welcher Funktion oder unter welcher Flagge, da bitte ich um Verständnis".
Nachdem Berichten zufolge zunächst ein interner Nachfolger für Horngacher im Fokus stand, scheint nun auch eine externe Lösung nicht ausgeschlossen - die womöglich Alexander Stöckl heißt.

