Nach der Handball-EM ist vor der Handball-Bundesliga! Ehe in dieser Woche die HBL wieder Fahrt aufnimmt und in den 20. Spieltag starten wird, hat sich die deutsche Handball-Ikone Stefan Kretzschmar bei der Frage nach seinem diesjährigen Meistertipp festgelegt.
Wenig überraschend nimmt für den ehemaligen Weltklasse-Linksaußen der SC Magdeburg die eindeutige Favoritenrolle für die weitere Bundesliga-Rückrunde ein.
Auf die Frage, ob dem souveränen Tabellenführer die vierte gesamtdeutsche Meisterschaft nach 2001, 2022 und 2024 noch zu nehmen sei, antwortete der 52-Jährige gegenüber der "dpa" unmissverständlich: "Nein!"
Mehr noch: Kretzschmar traut den erfolgshungrigen Magdeburgern sogar das ganz große Triple zu. "Magdeburg ist in diesem Jahr auch in Europa die Top-Mannschaft, auch weil der Kader in der Breite Verletzungen auffangen könnte. Es ist ihnen absolut zuzutrauen, die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen." Für den früheren Nationalspieler ist der SCM in dieser Spielzeit sogar "fast unschlagbar".
Nach bislang 19 absolvierten Spieltagen thront der SC Magdeburg mit überragenden 36:2 Punkten und noch ohne Niederlage ganz oben in der HBL. Der erste Verfolger, die SG Flensburg-Handewitt, liegt bereits fünf Zähler mit 31:7 Punkten dahinter, Titelverteidiger Füchse Berlin um Welthandballer Mathias Gidsel ist noch einmal drei Zähler schlechter.
Wiegert mahnt zur Wachsamkeit beim SC Magdeburg
SCM-Erfolgstrainer Bennet Wiegert mahnte vor dem Re-Start gegen Verfolger TBV Lemgo am kommenden Mittwoch (ab 20:00 Uhr) trotz der komfortablen Situation zur vollen Konzentration in seinen Reihen.
"Wir müssen gleich von Anfang an wieder voll da sein", forderte der 44-Jährige trotz des komfortablem Vorsprungs des noch ungeschlagenen Champions-League-Siegers.
Wiegert sieht trotz des dicken Punktepolsters keinen Grund zur Selbstzufriedenheit: "Jede Mannschaft wird versuchen, ihre Chance zu nutzen und bis zum Schluss um die Meisterschaft zu spielen. Die Leistungsdichte ist einfach so eng." Ein offenes Meisterrennen würde ihm auch keine Angst bereiten, wie der SCM-Coach ausführte: "Ich kann auch damit leben, wenn es bis zum Schluss ein Drei- oder Vierkampf wird – solange wir dabei sind."
Sein ehemaliger Teamkollege Stefan Kretzschmar glaubt aber nicht an ein Drama bis zum letzten Spieltag. Die verpasste Meisterschaft der Vorsaison habe zusätzliche Kräfte freigesetzt. "Nach der nicht gewonnenen Meisterschaft in der vergangenen Saison ist der SCM zusätzlich motiviert. Sie lassen nie locker, sind absolut konzentriert."
























